Sprichwörter über Arbeit und Fleiß
Die meisten Sprichwörter über Arbeit stammen aus einer Zeit, in der fast jeder auf dem Feld oder in der Werkstatt stand. So klingen sie auch: knapp, praktisch und manchmal ziemlich streng.
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- Aller Anfang ist schwerNeues fällt am Anfang immer schwer, mit der Zeit und etwas Übung wird es leichter.
- Arbeit macht das Leben süßSinnvolle Arbeit macht zufrieden und gibt dem Leben Wert.
- BlaumachenOhne triftigen Grund nicht zur Arbeit, Schule oder Uni gehen und sich einen freien Tag nehmen.
- Bock habenUmgangssprachlich für: Lust auf etwas haben. Verneint heißt „keinen Bock haben“ keine Lust haben.
- Das A und ODas Wichtigste an einer Sache, der Kern, ohne den nichts gelingt.
- Das Glück ist mit den TüchtigenWer fähig ist und sich anstrengt, hat auf Dauer auch mehr Glück; scheinbarer Zufall ist oft verdienter Erfolg.
- Das Pferd von hinten aufzäumenEine Sache in der falschen Reihenfolge oder vom verkehrten Ende her angehen.
- Den Seinen gibt’s der Herr im SchlafManchen fällt Erfolg ohne jede Anstrengung zu, als bekämen sie ihn im Schlaf geschenkt.
- Der Appetit kommt beim EssenDie Lust auf eine Sache stellt sich oft erst ein, wenn man mit ihr angefangen hat. Und wer etwas bekommt, will häufig mehr davon.
- Der erste Schritt ist der schwersteEtwas Neues anzufangen kostet die meiste Überwindung; ist der Anfang gemacht, geht vieles leichter.
- Der frühe Vogel fängt den WurmWer früh anfängt oder schneller ist als andere, hat die besten Chancen.
- Der Teufel steckt im DetailDie Schwierigkeiten zeigen sich oft erst bei den Einzelheiten, nicht im groben Plan.
- Die Axt im Haus erspart den ZimmermannWer selbst anpacken kann und eigenes Werkzeug hat, braucht keinen Handwerker zu bezahlen.
- Die Gertrud mit dem frommen Sinn, sie ist die erste GärtnerinMit dem Gertrudentag am 17. März beginnt nach altem Brauch die Arbeit im Garten.
- Die Nadel im Heuhaufen suchenEtwas suchen, das in einer riesigen Menge so gut verborgen ist, dass man kaum Aussicht hat, es zu finden.
- Eile mit WeileAuch wer es eilig hat, sollte sorgfältig bleiben, denn Hast führt zu Fehlern, die am Ende mehr Zeit kosten.
- Ein alter Hase seinAuf einem Gebiet sehr viel Erfahrung haben und sich deshalb kaum noch aus der Ruhe bringen lassen.
- Einen Zahn zulegenSchneller werden: das Tempo erhöhen oder sich bei einer Aufgabe mehr anstrengen.
- Erst die Arbeit, dann das VergnügenZuerst erledigt man seine Pflichten, erst danach gönnt man sich Freizeit und Spaß.
- Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallenNiemand kann etwas von Anfang an perfekt. Können entsteht erst durch Lernen und Üben.
- Etwas auf die lange Bank schiebenEtwas Unangenehmes oder Lästiges immer weiter hinauszögern, statt es zu erledigen.
- Etwas aus dem Ärmel schüttelnEtwas ohne Mühe und ohne Vorbereitung hervorbringen, als hätte man es schon fertig dabei.
- Etwas aus dem Effeff könnenEtwas so gründlich beherrschen, dass man es ohne Nachdenken und fehlerfrei kann.
- Glück aufDer traditionelle Gruß der Bergleute, ursprünglich der Wunsch, dass sich die Erzgänge auftun mögen; heute auch Ausdruck regionaler Verbundenheit.
- Gut Ding will Weile habenWas gut werden soll, braucht seine Zeit und lässt sich nicht überstürzen.
- Hand und Fuß habenGut durchdacht, solide begründet und in sich stimmig sein.
- Handwerk hat goldenen BodenEin gelerntes Handwerk sichert ein verlässliches Auskommen, weil gute Handwerker immer gebraucht werden.
- Jeder ist seines Glückes SchmiedWie das eigene Leben verläuft, hängt vor allem vom eigenen Handeln ab.
- Jemandem den Rang ablaufenJemanden überflügeln: ihn in einem Wettbewerb übertreffen und von seinem Platz an der Spitze verdrängen.
- Jemandem nicht das Wasser reichen könnenJemandem an Können, Leistung oder Qualität weit unterlegen sein.
- Klappe zu, Affe totDie Sache ist erledigt und abgeschlossen, darüber wird nicht mehr geredet.
- MahlzeitEin Gruß zur Mittagszeit, besonders unter Kolleginnen und Kollegen, verkürzt aus dem alten Tischwunsch „Gesegnete Mahlzeit!“.
- Mit Ach und KrachMit großer Mühe, gerade noch: Etwas klappt nur knapp und unter Stöhnen.
- Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen LeuteSpott über Menschen, die Unangenehmes ständig auf morgen verschieben, statt es gleich zu erledigen.
- Morgenstund hat Gold im MundWer früh aufsteht und den Morgen nutzt, schafft mehr und verschafft sich einen Vorsprung.
- Müßiggang ist aller Laster AnfangWer nichts zu tun hat, kommt leicht auf dumme Gedanken und gerät auf Abwege.
- Nägel mit Köpfen machenEine Sache entschlossen und gründlich zu Ende bringen, statt sich mit halben Lösungen zufriedenzugeben.
- Neue Besen kehren gutWer neu in einer Aufgabe oder Stelle ist, legt anfangs besonders viel Eifer an den Tag.
- Nicht von schlechten ElternZiemlich gut, kräftig oder beachtlich, oft deutlich besser oder heftiger, als man erwartet hätte.
- Ohne Fleiß kein PreisWer Erfolg haben will, muss sich anstrengen: Ohne Arbeit gibt es keine Belohnung.
- Ordnung ist das halbe LebenWer Ordnung hält, erspart sich viel Suchen, Ärger und Zeit und hat es im Alltag leichter.
- Pi mal DaumenUngefähr, grob geschätzt: ohne genaue Messung oder Rechnung, nach Erfahrung und Augenmaß.
- Rom wurde auch nicht an einem Tag erbautGroße Vorhaben brauchen Zeit, deshalb soll man nicht erwarten, dass etwas Bedeutendes sofort fertig ist.
- Schaffe, schaffe, Häusle baueSchwäbischer Leitspruch: hart arbeiten und sparen, um sich ein eigenes Haus zu bauen; oft auch spöttisch über die Schwaben gesagt.
- Schuster, bleib bei deinem LeistenMan soll bei dem bleiben, wovon man etwas versteht, und nicht über Dinge urteilen, für die einem das Wissen fehlt.
- Selbst ist der MannMan soll Dinge selbst in die Hand nehmen und erledigen, statt auf die Hilfe anderer zu warten.
- Sich ins Zeug legenSich kräftig anstrengen und alles geben, um etwas zu schaffen oder jemanden zu unterstützen.
- Steter Tropfen höhlt den SteinMit Ausdauer erreicht man auch Schwieriges, wenn man nur immer wieder dranbleibt.
- Übung macht den MeisterWer etwas oft und regelmäßig wiederholt, wird darin sicher und gut. Können entsteht durch Training.
- Unter aller SauAusgesprochen schlecht, miserabel; derb gesagt über Leistungen, Zustände oder Benehmen.
- Viele Köche verderben den BreiWenn zu viele Leute bei einer Aufgabe mitreden und mitentscheiden, wird das Ergebnis schlechter statt besser.
- Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgenErledige Aufgaben gleich, statt sie aufzuschieben, denn morgen werden sie nicht leichter.
- Wat mutt, dat muttPlattdeutsch für „Was sein muss, muss sein“: Eine unangenehme, aber nötige Sache wird ohne Jammern erledigt.
- Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die MäuseSobald die Aufsicht fehlt, nehmen sich die anderen Freiheiten heraus, die sonst nicht erlaubt sind.
- Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essenWer arbeiten könnte, sich aber davor drückt, soll nicht auf Kosten anderer leben.
- Wer rastet, der rostetWer sich nicht bewegt und nicht übt, verliert mit der Zeit Kraft und Können.
- Wer suchet, der findetWer sich ernsthaft und ausdauernd um etwas bemüht, kommt am Ende auch zum Ziel.
- Wie die Saat, so die ErnteWas man am Ende bekommt, hängt davon ab, was man vorher getan oder investiert hat.
- Wie geschmiert laufenReibungslos, zügig und ohne jedes Stocken ablaufen, so leicht, wie sich ein gut gefettetes Wagenrad dreht.
- Wo ein Wille ist, ist auch ein WegWer etwas wirklich will, findet auch eine Möglichkeit, es zu erreichen, selbst wenn es zunächst aussichtslos erscheint.
- Wo gehobelt wird, da fallen SpäneWer etwas Größeres anpackt, muss kleinere Schäden und Nebenwirkungen in Kauf nehmen.
- Zeit ist GeldVerlorene Zeit ist verlorenes Einkommen, deshalb sollte man sie nicht vergeuden.
- Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagenMit einer einzigen Handlung zwei Ziele auf einmal erreichen oder zwei Vorteile zugleich gewinnen.
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