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Alles für die Katz

Kurz gesagt

Alle Mühe war umsonst: Die Arbeit oder der Aufwand hat zu nichts geführt und war vergeblich.

Auf Englisch
all for nothing
down the drain
Auch gesagt
Für die Katz sein

Was bedeutet „Alles für die Katz“?

„Alles für die Katz“ heißt: Die ganze Mühe war umsonst, der Aufwand hat nichts gebracht. Der Kern der Wendung ist „für die Katz sein“, das der Duden mit „umsonst, vergebens sein, nichts nützen“ erklärt und als salopp einstuft. Man sagt es, wenn wochenlange Arbeit an einer Präsentation durch die Absage des Projekts wertlos wird, wenn die Torte für die Geburtstagsfeier fertig ist und die Gäste absagen, wenn jemand für die falschen Kapitel gelernt hat oder wenn jahrelange Verhandlungen scheitern.

Der Ton ist umgangssprachlich, meist frustriert, oft als Ausruf: „Alles für die Katz!“ Gemeint ist immer verlorene Mühe, nicht verlorenes Geld allein. Anders als „umsonst“, das auch „kostenlos“ heißen kann, ist „für die Katz“ eindeutig: Es bedeutet nur „vergeblich“. Bedeutungsgleich ist laut DWDS „für die Tonne“. Wer die Wendung im Voraus gebraucht („Das ist doch alles für die Katz“), zweifelt am Sinn einer Sache, bevor sie begonnen hat, und klingt schnell resigniert.

Woher kommt „Alles für die Katz“?

Woher die Wendung stammt, ist nicht eindeutig geklärt. Der Duden und das Grimmsche Wörterbuch erklären sie aus dem Alltag: Der Katze warf man hin, was nichts mehr wert war, die Reste vom Tisch. Grimm verzeichnet ältere Formen wie „das ist der katze“ und „das gehört der katz“ und aus Göttingen die Formel „dat gêw ek der katten“, also „das gebe ich der Katze“, im Sinn von „das gebe ich verloren“.

Oft wird die Wendung auf eine Fabel von Burkard Waldis zurückgeführt, die 1548 in seinem „Esopus“ erschien (drittes Buch, Fabel 62, „Vom Schmidt vnd seiner Katzen“). Ein armer Schmied arbeitet umsonst und hofft, die Leute würden ihm aus freien Stücken etwas geben. Sie bedanken sich aber nur. Er bindet daraufhin seine Katze in der Werkstatt an und sagt zu jedem Dank: „Katz, das geb ich dir!“ Vom Dank allein verhungert die Katze, und der Schmied beschließt, sich mit solchen Worten nicht mehr abspeisen zu lassen. Ob die Redensart wirklich auf diese Fabel zurückgeht oder Waldis eine schon geläufige Formel aufgriff, lässt sich nicht entscheiden. Grimms Belege zeigen, dass man Wertloses auch sonst „der Katze“ gab.

Beispiele aus dem Alltag

  • Sechs Wochen hat Kemal an der Präsentation gefeilt, am Freitag streicht der Vorstand das ganze Projekt. „Alles für die Katz“, sagt er und klappt den Laptop zu.

  • Paula hat drei Tage für die Matheklausur gelernt, dann kommen ganz andere Aufgaben dran. „Das Lernen war echt für die Katz“, schreibt sie in die Klassengruppe.

  • Nach zwei Jahren Planung lehnt der Stadtrat den neuen Skatepark ab. „Alle Unterschriften, alle Infoabende: alles für die Katz“, ärgert sich Ben vom Jugendforum.

Häufige Fragen

Woher kommt „für die Katz“?

„Für die Katz“ wird oft auf eine Fabel von Burkard Waldis aus dem Jahr 1548 zurückgeführt, in der ein Schmied den bloßen Dank seiner Kunden an seine Katze weitergibt, bis sie verhungert. Duden und Grimm erklären die Wendung dagegen damit, dass man der Katze gab, was nichts wert war. Sicher entschieden ist die Frage nicht.

Heißt es „für die Katz“ oder „für die Katze“?

Üblich ist „für die Katz“ mit der Kurzform „Katz“, so führen auch Duden und DWDS die Wendung. Ältere Belege bei Grimm zeigen beide Formen, etwa „das ist der katze“ und „das gehört der katz“.

Wie sagt man „alles für die Katz“ auf Englisch?

Am nächsten kommt „all for nothing“. Umgangssprachlicher sagt man, Arbeit oder Geld seien „down the drain“ gegangen.

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