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Das A und O

Kurz gesagt

Das Wichtigste an einer Sache, der Kern, ohne den nichts gelingt.

Auf Englisch
the be-all and end-all
the alpha and omega
Auch gesagt
Das Alpha und das Omega

Was bedeutet „Das A und O“?

Das A und O einer Sache ist das, worauf es wirklich ankommt. „Beim Brotbacken ist Geduld das A und O“, „Im Vertrieb ist Vertrauen das A und O“: Gemeint ist der Kern, ohne den der Rest nicht funktioniert. Die Wendung ist neutral und passt in die Alltagssprache ebenso wie in Ratgeber, Reden und Bewerbungsgespräche. Sie steht fast immer im Muster „X ist das A und O“ oder „das A und O beim …“.

Ursprünglich bedeutete die Formel „Anfang und Ende“, also das Ganze von vorn bis hinten, ähnlich wie heute „von A bis Z“. Dieser Sinn ist im Alltag fast verschwunden. Wer „das A und O“ sagt, meint die Hauptsache. Weil die Wendung so gängig ist, wirkt sie in Texten schnell abgegriffen; in Bewerbungen und Präsentationen fällt sie eher als Floskel auf. Wer betonen will, dass mehrere Dinge zählen, sollte sie nicht für jedes davon verwenden, sonst verliert sie ihren Sinn.

Woher kommt „Das A und O“?

Die Wendung stammt aus der Bibel. In der Offenbarung des Johannes sagt Gott: „Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige“ (Offenbarung 1,8, Lutherbibel 2017). In Offenbarung 22,13 heißt es ergänzend: „der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“. Im griechischen Urtext stehen Alpha und Omega, der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets.

Luther übersetzte die Stelle mit „das A vnd das O“, so steht es in seiner Bibel von 1545, und in dieser Form ist die Wendung im Deutschen geläufig geworden. Streng genommen ist das O eine Vereinfachung, denn Omega ist ein langes O, und das griechische Alphabet kennt davor noch das kurze Omikron. Das DWDS erklärt die Formel als „der Anfang und das Ende“ und, übertragen, als „das Wesentliche, die Hauptsache“.

Beispiele aus dem Alltag

  • Vor dem Halbmarathon erklärt Trainerin Jule ihrer Laufgruppe: „Das A und O ist, dass ihr nicht zu schnell losrennt.“

  • Malte fragt seinen Vater, wie man Pfannkuchen ohne Klumpen hinbekommt. „Gut rühren ist das A und O“, sagt der und reicht ihm den Schneebesen.

  • Im Vorstellungsgespräch fragt die Pflegedienstleiterin, was gute Pflege ausmacht. Katrin antwortet: „Zuhören. Das ist für mich das A und O.“

Häufige Fragen

Warum heißt es „A und O“ und nicht „A und Z“?

Weil die Wendung aus dem griechischen Alphabet stammt, das mit Alpha beginnt und mit Omega endet. Luther übersetzte die Bibelstelle mit „das A und das O“.

Steht „das A und O“ in der Bibel?

Ja. In der Offenbarung des Johannes sagt Gott: „Ich bin das A und das O“ (Offenbarung 1,8, ähnlich 21,6 und 22,13). Gemeint war dort Anfang und Ende, also das Ganze.

Wie schreibt man „das A und O“?

Beide Buchstaben werden großgeschrieben: „das A und O“. In der Bibel lautet die Form „das A und das O“.

Wie sagt man „das A und O“ auf Englisch?

Am gebräuchlichsten ist „the be-all and end-all“. Gehobener und näher an der Bibel ist „the alpha and omega“.

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