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Da liegt der Hund begraben

Kurz gesagt

Das ist der eigentliche, oft verborgene Grund einer Sache, der Kern, an dem alles hängt.

Auf Englisch
There’s the rub
That’s the heart of the matter
Auch gesagt
Wissen, wo der Hund begraben liegt
Hier liegt der Hund begraben
Da ist der Hund begraben

Was bedeutet „Da liegt der Hund begraben“?

Da liegt der Hund begraben, sagt man, wenn man den wahren Grund für etwas erkannt hat, oft einen, der zunächst verborgen war. Warum ist der Nachbar plötzlich so hilfsbereit? Er will das Grundstück nebenan kaufen. Da liegt der Hund begraben. Die Wendung ist umgangssprachlich und kommt häufig in der Form „Ich weiß, wo der Hund begraben liegt“ vor, also: Ich habe die Sache durchschaut.

Meist geht es um etwas Unangenehmes: eine Schwachstelle, ein Hindernis, ein verstecktes Motiv. Inhaltlich ist die Wendung fast gleichbedeutend mit „Da liegt der Hase im Pfeffer“; das DWDS erklärt sie knapp als „das ist der Kern der Sache“. Verwandt ist auch „des Pudels Kern“ aus Goethes „Faust“. Wer die Wendung benutzt, zeigt zugleich, dass er sich nicht mit der offiziellen Erklärung zufriedengibt, sondern genauer hingesehen hat.

Woher kommt „Da liegt der Hund begraben“?

Woher die Wendung kommt, ist ungeklärt. Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm stellt fest, sie komme seit dem 17. Jahrhundert häufiger vor und sei „ihrem ursprunge nach dunkel“; das DWDS datiert sie ebenfalls ins 17. Jahrhundert. Ein früher Beleg steht in einer Komödie von Christian Weise: „ich merke schon wo der hund begraben ist.“ Später gebraucht sie etwa Wieland.

Zwei Erklärungen werden oft erzählt. Nach der einen bewachen in Sagen Hunde vergrabene Schätze, und im Bairischen konnte „Hund“ auch einen verborgenen Schatz bezeichnen. Die Grimms halten eine Herleitung daraus für unbegründet: „dafür spricht nichts.“ Nach der anderen geht die Wendung auf ein Hundegrab aus dem 17. Jahrhundert bei Winterstein in Thüringen zurück, dessen Gedenkstein an einen treuen Hund namens Stutzel erinnert. Die Inschrift wird in den Quellen unterschiedlich datiert, und ein Zusammenhang mit der Redensart ist nicht nachgewiesen.

Beispiele aus dem Alltag

  • Seit Wochen lobt Herr Krüger Jules Transporter und fragt nebenbei nach ihren Plänen fürs Wochenende. „Er zieht um“, sagt Jule zu ihrer Freundin. „Da liegt der Hund begraben.“

  • Die Heizung im Vereinsheim wird nicht warm. Der Installateur dreht im Keller an einem Ventil: „Das war zu. Da liegt der Hund begraben.“

  • „Warum spielt Leon im Training so lustlos?“, fragt der Co-Trainer. „Er will zu einem anderen Verein wechseln“, sagt die Trainerin. „Da liegt der Hund begraben.“

Häufige Fragen

Gibt es das Hundegrab in Winterstein wirklich?

Ja, bei Winterstein in Thüringen gibt es einen Gedenkstein für einen Hund aus dem 17. Jahrhundert. Dass die Redensart von dort stammt, ist aber nicht belegt; die Brüder Grimm nennen ihren Ursprung „dunkel“.

Heißt es „begraben liegt“ oder „begraben ist“?

Beides kommt vor. Am häufigsten sind „Da liegt der Hund begraben“ und „wissen, wo der Hund begraben liegt“; die Form „wo der Hund begraben ist“ findet sich schon in den ältesten Belegen.

Wie sagt man „Da liegt der Hund begraben“ auf Englisch?

Eine Wendung mit Hund gibt es im Englischen nicht. Sinngemäß passen „there’s the rub“ oder „that’s the heart of the matter“.

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