Sprichwörter über Not und schwere Zeiten
Was hilft, wenn es eng wird? Sprichwörter über schwere Zeiten, über Freunde, die bleiben, und über die Einfälle, die nur aus der Not entstehen.
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- Auf den Hund kommenHerunterkommen und in einen elenden Zustand geraten, ob wirtschaftlich, gesundheitlich oder moralisch.
- Auf keinen grünen Zweig kommenEs zu nichts bringen: beruflich oder finanziell nicht vorankommen und keinen Erfolg haben.
- Auf Regen folgt SonnenscheinNach schweren Zeiten kommen auch wieder bessere.
- Da haben wir den SalatAusruf des Ärgers, wenn das befürchtete Durcheinander oder Missgeschick eingetreten ist: Jetzt ist es passiert.
- Das bringt das Fass zum ÜberlaufenEin weiterer, oft kleiner Ärger macht eine ohnehin angespannte Lage unerträglich, sodass jemandem endgültig der Kragen platzt.
- Das Handtuch werfenAufgeben und einen Kampf, ein Projekt oder einen Versuch abbrechen, weil man keine Aussicht auf Erfolg mehr sieht.
- Den Kopf in den Sand steckenEine unangenehme Wahrheit oder drohende Gefahr nicht wahrhaben wollen und so tun, als gäbe es sie nicht.
- Den Löffel abgebenSalopper, leicht flapsiger Ausdruck für sterben, scherzhaft auch für Geräte, die endgültig kaputtgehen.
- Den Teufel an die Wand malenDas Schlimmste befürchten und laut aussprechen, oft mit dem Unterton, man könne Unglück dadurch erst herbeireden.
- Die Flinte ins Korn werfenVorschnell und mutlos aufgeben, sobald sich die ersten Schwierigkeiten zeigen.
- Die Hoffnung stirbt zuletztSolange noch eine Chance besteht, gibt man nicht auf, auch wenn die Lage schlecht aussieht.
- Die Ohren steifhaltenDen Mut nicht verlieren und in einer schwierigen Lage durchhalten; oft als Abschiedsgruß: „Halt die Ohren steif!“
- Die Ratten verlassen das sinkende SchiffWenn eine Firma, Partei oder Sache zu scheitern droht, setzen sich die Unzuverlässigen als Erste ab.
- Die Zeit heilt alle WundenSeelischer Schmerz nach Verlust, Trennung oder Kränkung wird mit der Zeit schwächer und erträglicher.
- Ein Fass ohne BodenEine Sache, die immer mehr Geld oder Mühe verschlingt, ohne dass ein Ende oder ein Erfolg absehbar ist.
- Ein Freund in der Not ist ein Freund in der TatOb jemand ein echter Freund ist, zeigt sich erst, wenn man selbst Hilfe braucht.
- Ein Unglück kommt selten alleinAuf ein Missgeschick folgen oft weitere, als hätte sich das Pech verabredet.
- Es ist zum MäusemelkenEs ist zum Verzweifeln: Ausruf des Ärgers, wenn etwas trotz aller Mühe einfach nicht klappt.
- Et hätt noch immer jot jejangeKölsch für „Es ist noch immer gut gegangen“: Zuversicht, dass sich die Dinge fügen werden, auch ohne großen Plan.
- Freunde in der Not gehen tausend auf ein LotEchte Freunde, die in schweren Zeiten helfen, sind selten: Die meisten verschwinden, wenn es ernst wird.
- Geteiltes Leid ist halbes LeidWer seine Sorgen mit anderen teilen kann, trägt leichter an ihnen.
- Hätte, hätte, FahrradketteFlapsige Antwort auf „hätte“-Sätze: Hinterher zu überlegen, was man hätte anders machen sollen, ändert nichts mehr.
- Hopfen und Malz verlorenBei jemandem oder etwas ist jede Mühe vergeblich, da ist nichts mehr zu retten oder zu bessern.
- In der Not frisst der Teufel FliegenWenn nichts Besseres da ist, gibt man sich mit dem zufrieden, was man sonst verschmähen würde.
- In Teufels Küche kommenIn eine sehr schwierige, unangenehme oder gefährliche Lage geraten, oft durch eigenes Verschulden.
- Ins Gras beißenSterben, besonders gewaltsam oder im Kampf; übertragen auch scheitern oder verlieren.
- Lachen ist die beste MedizinHumor und gute Laune helfen, Kummer, Stress und manches Leiden besser zu ertragen.
- Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne EndeLieber eine schmerzhafte Sache rasch und endgültig beenden, als eine quälende Lage endlos weiterzuschleppen.
- Mit Ach und KrachMit großer Mühe, gerade noch: Etwas klappt nur knapp und unter Stöhnen.
- Mit einem blauen Auge davonkommenAus einer gefährlichen oder schlimmen Lage mit nur geringem Schaden herauskommen, also glimpflich davonkommen.
- Mit jemandem durch dick und dünn gehenZu jemandem halten und ihm beistehen, in guten wie in schlechten Zeiten.
- Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wirdWas zunächst bedrohlich oder streng wirkt, fällt am Ende meist harmloser aus als befürchtet.
- Not kennt kein GebotIn einer echten Notlage setzen sich Menschen über Regeln, Gesetze und Verbote hinweg, die sonst gelten.
- Not macht erfinderischIn einer Notlage kommen Menschen auf Ideen und Lösungen, an die sie sonst nie gedacht hätten.
- O du lieber AugustinHalb klagender, halb humorvoller Ausruf, wenn etwas schiefgegangen oder verloren ist. Oft folgt die Liedzeile „alles ist hin“.
- Sein blaues Wunder erlebenEine böse, unangenehme Überraschung erleben, mit der man nicht gerechnet hat.
- Spare in der Zeit, so hast du in der NotWer in guten Zeiten etwas zurücklegt, hat in schlechten Zeiten Reserven und muss nicht darben.
- Über den Jordan gehenSalopp für sterben; übertragen auch: kaputtgehen, verloren gehen oder pleitegehen.
- Unkraut vergeht nichtZähe Menschen überstehen auch Krankheit, Unfall und Krisen. Meist sagt man es scherzhaft über sich selbst.
- Verflixt und zugenähtSalopper, harmloser Fluch, mit dem man seinem Ärger über ein Missgeschick Luft macht.
- Von der Hand in den Mund lebenAlles Geld sofort für das Nötigste ausgeben müssen und keine Rücklagen bilden können.
- Wasser findet seinen WegWer beharrlich und beweglich bleibt, kommt um Hindernisse herum, so wie sich Wasser immer einen Durchgang sucht.
- Wat mutt, dat muttPlattdeutsch für „Was sein muss, muss sein“: Eine unangenehme, aber nötige Sache wird ohne Jammern erledigt.
- Wie ein begossener PudelBeschämt, kleinlaut und geknickt, etwa nach einer Blamage, einem Tadel oder einer Enttäuschung.
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