Sprichwörter über Familie
Der Apfel, der nicht weit vom Stamm fällt, und das Blut, das dicker ist als Wasser: Sprichwörter über Familie drehen sich um Ähnlichkeit, Zusammenhalt und das, was man von zu Hause mitbekommt.
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Bekannt zum Thema
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- Andere Länder, andere SittenJedes Land und jede Kultur hat eigene Gewohnheiten, die man nicht an den eigenen messen sollte.
- Blut ist dicker als WasserFamilienbande halten stärker als andere Beziehungen: Im Zweifel hält man zu den eigenen Leuten.
- Da legst di niederEin bairischer Ausruf größter Überraschung, bewundernd oder entsetzt, etwa „Das haut einen um!“; hochdeutsch „Da legst du dich nieder“.
- Das schwarze Schaf seinIn einer Familie oder Gruppe der Außenseiter sein, der aus der Reihe tanzt und von den anderen als Makel gesehen wird.
- Der Apfel fällt nicht weit vom StammKinder ähneln ihren Eltern, in Begabungen genauso wie in Macken.
- Der Prophet gilt nichts im eigenen LandWer in seiner Heimat oder seinem Umfeld etwas leistet, wird dort oft weniger geschätzt als in der Fremde.
- Ein Herz und eine Seele seinSich so gut verstehen, dass man fast immer einer Meinung ist und unzertrennlich wirkt.
- Et hätt noch immer jot jejangeKölsch für „Es ist noch immer gut gegangen“: Zuversicht, dass sich die Dinge fügen werden, auch ohne großen Plan.
- Et kütt, wie et küttKölsch für „Es kommt, wie es kommt“: Was man nicht ändern kann, nimmt man gelassen hin.
- Früh übt sich, was ein Meister werden willWer in etwas wirklich gut werden will, fängt am besten schon früh, möglichst als Kind, damit an.
- Gegessen wird, was auf den Tisch kommtAm Tisch wird nicht gemäkelt: Wer mitisst, isst, was gekocht wurde, und bekommt kein Extragericht.
- Heidewitzka, Herr KapitänAusruf aus einem Kölner Karnevalslied: Er drückt Staunen oder Vergnügen aus oder treibt an, im Sinn von „Na so was!“ oder „Los geht’s!“.
- Heiligs BlechleEin schwäbischer Ausruf des Staunens oder Erschreckens, ähnlich wie „Heiliger Strohsack!“; scherzhaft auch der Name für das geliebte eigene Auto.
- Jeder Jeck is andersRheinisch für „Jeder Narr ist anders“: Jeder Mensch hat seine Eigenheiten, und man lässt ihn so, wie er ist.
- Jemandem auf der Nase herumtanzenJemanden nicht ernst nehmen und tun, was man will, weil er sich nicht durchsetzt.
- Jemandem den Kopf waschenJemanden scharf zurechtweisen und ihm unmissverständlich sagen, was er falsch gemacht hat.
- Kindermund tut Wahrheit kundKinder sprechen unverblümt aus, was Erwachsene aus Höflichkeit oder Rücksicht verschweigen.
- Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große SorgenMit dem Alter der Kinder wachsen auch die Sorgen der Eltern, weil die Probleme größer und schwerer beeinflussbar werden.
- Mia san miaBairisch für „Wir sind wir“: Ausdruck eines selbstbewussten bayerischen Wir-Gefühls, bekannt als Motto des FC Bayern München.
- Nicht von schlechten ElternZiemlich gut, kräftig oder beachtlich, oft deutlich besser oder heftiger, als man erwartet hätte.
- Nix gwiss woas ma nedBairisch für „Nichts Gewisses weiß man nicht“: Genaues weiß niemand, alles andere ist Gerücht oder Vermutung.
- Passt schoBairisch und fränkisch für „Passt schon“: Es ist in Ordnung, kein Problem; in Franken oft auch ein zurückhaltendes Lob.
- SackzementEin süddeutscher Fluch des Ärgers, verdreht aus „Sakrament“, ungefähr so viel wie „Verflixt noch mal!“.
- Schaffe, schaffe, Häusle baueSchwäbischer Leitspruch: hart arbeiten und sparen, um sich ein eigenes Haus zu bauen; oft auch spöttisch über die Schwaben gesagt.
- Sich etwas hinter die Ohren schreibenSich eine Lehre, Warnung oder Ermahnung gut merken, damit man denselben Fehler nicht noch einmal macht.
- Trautes Heim, Glück alleinDas gemütliche eigene Zuhause ist das eigentliche Glück; heute meist ironisch über häusliche Idylle gesagt.
- Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehrWas man als Kind nicht lernt, holt man als Erwachsener nur noch mühsam oder gar nicht mehr nach.
- Wat mutt, dat muttPlattdeutsch für „Was sein muss, muss sein“: Eine unangenehme, aber nötige Sache wird ohne Jammern erledigt.
- Wer nicht hören will, muss fühlenWer Warnungen und gute Ratschläge in den Wind schlägt, bekommt die unangenehmen Folgen am eigenen Leib zu spüren.
- Wie der Vater, so der SohnSöhne gleichen ihren Vätern oft in Charakter, Gewohnheiten und Talenten, im Guten wie im Schlechten.
- Wie die Alten sungen, so zwitschern die JungenKinder übernehmen die Sprache, Ansichten und Gewohnheiten ihrer Eltern, gerade auch die schlechten.
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