Et es wie et es
Kurz gesagt
Kölsch für „Es ist, wie es ist“: Eine Lage, die sich nicht ändern lässt, nimmt man nüchtern hin, statt lange zu hadern.
- Auf Englisch
- It is what it is
- Gegenteil
- Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg
Was bedeutet „Et es wie et es“?
„Et es wie et es“ ist kölsch und heißt „Es ist, wie es ist“: Man soll den Tatsachen ins Auge sehen, denn ändern kann man sie ohnehin nicht. „Es“ ist hier die kölsche Form von „ist“, „et“ steht für „es“. Der Satz fällt, wenn etwas schon passiert ist und kein Jammern mehr hilft: nach der verlorenen Derbyniederlage, beim Regen am Rosenmontag, bei der Absage der Wunschwohnung, beim Blick auf den Kontostand nach dem Urlaub.
Im sogenannten Kölschen oder Rheinischen Grundgesetz steht er als Artikel 1, vor „Et kütt, wie et kütt“. Der Unterschied ist klein, aber deutlich: Artikel 1 bezieht sich auf die Gegenwart, Artikel 2 auf die Zukunft. Der Ton ist trocken und gelassen, je nach Lage auch etwas resigniert. Freundlich gesagt, bedeutet der Satz: Hak es ab und mach weiter. Wer ihn dagegen als Antwort auf eine berechtigte Beschwerde benutzt, wirkt schnell gleichgültig, denn er beendet das Gespräch, statt etwas zu erklären.
Woher kommt „Et es wie et es“?
Woher der Satz stammt und wie alt er ist, ist nicht bekannt. Die Formel „Es ist, wie es ist“ gibt es auch im Hochdeutschen, als kölsche Lebensregel bekannt gemacht hat sie aber der Kabarettist Konrad Beikircher. In seinem Buch „Et kütt wie et kütt. Das Rheinische Grundgesetz“ von 2001 stellte er elf rheinische Redensarten als Artikel einer Art Verfassung zusammen und setzte „Et es wie et es“ an die erste Stelle. Wikipedia betont, dass die ursprünglichen Urheber und die Entstehungszeit dieser Sätze nicht bekannt sind.
Das Kölsch-Wörterbuch beschreibt die Sammlung als typisch kölsche Eigenarten, die das Leben in der Stadt regeln, vor allem an Karneval, und fasst den Sinn von Artikel 1 in vier Wörtern zusammen: „Sieh den Tatsachen ins Auge.“ Geschrieben wird der Satz meist ohne Komma, in der hochdeutschen Übersetzung dagegen mit: „Es ist, wie es ist.“
Quellen
- Wikipedia: Das Rheinische Grundgesetz
- Kölsch-Wörterbuch: Das kölsche Grundgesetz
- Konrad Beikircher: Et kütt wie et kütt. Das Rheinische Grundgesetz (2001)
Stand:
Beispiele aus dem Alltag
Der FC hat in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert. Auf dem Heimweg sagt Lukas zu seinem Vater: „Et es wie et es. Nächste Woche wieder.“
Der Rosenmontagszug fällt wegen Sturm aus, die Kostüme hängen schon bereit. Oma Marlene seufzt: „Et es wie et es, dann feiern wir eben in der Kneipe.“
Der Kostenvoranschlag für die Heizung ist doppelt so hoch wie gedacht. Nadine starrt auf das Papier und sagt: „Et es wie et es, das muss gemacht werden.“
Häufige Fragen
Was heißt „Et es wie et es“ auf Hochdeutsch?
„Et es wie et es“ bedeutet „Es ist, wie es ist“. Im Kölschen steht „es“ für „ist“, gemeint ist: Sieh den Tatsachen ins Auge, ändern kannst du sie ohnehin nicht.
Was ist Artikel 1 des Kölschen Grundgesetzes?
Artikel 1 des Kölschen oder Rheinischen Grundgesetzes lautet „Et es wie et es“. Darauf folgen „Et kütt, wie et kütt“ als Artikel 2 und „Et hätt noch emmer joot jejange“ als Artikel 3.
Was ist der Unterschied zwischen „Et es wie et es“ und „Et kütt, wie et kütt“?
„Et es wie et es“ nimmt hin, was schon ist. „Et kütt, wie et kütt“ blickt nach vorn und rät, sich vor der Zukunft nicht verrückt zu machen.
Wie sagt man „Et es wie et es“ auf Englisch?
Die genaue Entsprechung ist „It is what it is“. Auch dieser Satz drückt aus, dass man eine Lage nicht mehr ändern kann und sie hinnimmt.
Kurzer Test
Ganzes QuizWie geht das Sprichwort weiter?
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