Sprichwörter über Glück und Pech
Scherben, die Glück bringen, und Unglück, das selten allein kommt: Diese Sprichwörter pendeln zwischen Aberglaube und Trost.
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- Aller guten Dinge sind dreiWas zweimal nicht geklappt hat, verdient einen dritten Versuch, denn die Drei gilt als Glückszahl.
- Alles in ButterAlles ist in Ordnung, es gibt keine Probleme.
- Auch ein blindes Huhn findet mal ein KornAuch wer sonst wenig zustande bringt, hat ab und zu zufällig Erfolg.
- Auf Regen folgt SonnenscheinNach schweren Zeiten kommen auch wieder bessere.
- Auf Wolke sieben schwebenÜberglücklich sein und alles um sich herum vergessen, besonders weil man frisch verliebt ist.
- Aus allen Wolken fallenVöllig überrascht sein, meist von einer unangenehmen Nachricht, mit der man nicht gerechnet hat.
- Das Glück ist mit den TüchtigenWer fähig ist und sich anstrengt, hat auf Dauer auch mehr Glück; scheinbarer Zufall ist oft verdienter Erfolg.
- Dem Glücklichen schlägt keine StundeWer glücklich ist, vergisst die Zeit.
- Dem Mutigen gehört die WeltWer etwas wagt und Neues anpackt, hat am Ende oft mehr Erfolg als jemand, der jedes Risiko scheut.
- Den Kürzeren ziehenIn einem Streit, Wettbewerb oder Vergleich verlieren und den Nachteil hinnehmen müssen.
- Den Letzten beißen die HundeWer zu spät kommt oder als Letzter übrig bleibt, trägt die Nachteile und muss die Folgen ausbaden.
- Den Seinen gibt’s der Herr im SchlafManchen fällt Erfolg ohne jede Anstrengung zu, als bekämen sie ihn im Schlaf geschenkt.
- Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er brichtWer immer wieder dasselbe Risiko eingeht, scheitert irgendwann, auch wenn es lange gut ging.
- Der Mensch denkt, Gott lenktMenschen können planen, wie sie wollen, wie die Dinge ausgehen, liegt am Ende nicht in ihrer Hand.
- Die Arschkarte ziehenDerb für: Pech haben und den unangenehmsten Teil abbekommen, während andere besser davonkommen.
- Die dümmsten Bauern haben die dicksten KartoffelnErfolg trifft oft gerade die, die am wenigsten dafür getan haben, und wirkt deshalb unverdient.
- Die Kurve kratzenSich schnell und möglichst unauffällig davonmachen, oft bevor es unangenehm wird.
- Ein Unglück kommt selten alleinAuf ein Missgeschick folgen oft weitere, als hätte sich das Pech verabredet.
- Eine Fahrt ins BlaueEin Ausflug ohne festes oder ohne vorher verratenes Ziel, bei dem die Mitfahrenden sich überraschen lassen.
- Ende gut, alles gutWenn eine Sache glücklich ausgeht, sind Ärger, Umwege und Pannen davor nicht mehr wichtig.
- Es ist noch nicht aller Tage AbendDie Sache ist noch nicht entschieden; es kann sich noch vieles ändern, zum Guten wie zum Schlechten.
- Et hätt noch immer jot jejangeKölsch für „Es ist noch immer gut gegangen“: Zuversicht, dass sich die Dinge fügen werden, auch ohne großen Plan.
- Et kütt, wie et küttKölsch für „Es kommt, wie es kommt“: Was man nicht ändern kann, nimmt man gelassen hin.
- Geld allein macht nicht glücklichWohlstand reicht nicht für ein gutes Leben: Gesundheit, Menschen und Sinn lassen sich nicht kaufen.
- Geteilte Freude ist doppelte FreudeSchönes macht doppelt so viel Freude, wenn man es mit anderen teilt oder gemeinsam erlebt.
- Glück aufDer traditionelle Gruß der Bergleute, ursprünglich der Wunsch, dass sich die Erzgänge auftun mögen; heute auch Ausdruck regionaler Verbundenheit.
- Glück und Glas, wie leicht bricht dasGlück ist zerbrechlich wie Glas und kann von einem Moment auf den anderen vorbei sein.
- Hals- und BeinbruchScherzhafter Glückwunsch vor einer Prüfung, einem Auftritt oder einem Wagnis: Viel Glück, es wird schon gut gehen.
- Hans im GlückEin Glückspilz, dem scheinbar alles zufällt, benannt nach dem Grimm-Märchen, dessen Held alles weggibt und sich trotzdem glücklich fühlt.
- Ins Wasser fallenNicht stattfinden oder scheitern: Ein geplantes Vorhaben fällt aus oder lässt sich nicht verwirklichen.
- Jeder ist seines Glückes SchmiedWie das eigene Leben verläuft, hängt vor allem vom eigenen Handeln ab.
- Jemandem die Daumen drückenJemandem Glück und Erfolg für ein bestimmtes Vorhaben wünschen und in Gedanken bei ihm sein.
- Jemandem einen Strich durch die Rechnung machenJemandes Pläne durchkreuzen, sodass sein Vorhaben scheitert oder nicht wie gedacht aufgeht.
- Man soll den Tag nicht vor dem Abend lobenFreu dich nicht zu früh: Erst wenn etwas wirklich vorbei ist, weißt du, ob es gut ausgeht.
- Mit dem falschen Fuß aufstehenSchon morgens schlecht gelaunt sein oder einen Tag erwischen, an dem nichts klappt, meist ohne erkennbaren Grund.
- Mit einem blauen Auge davonkommenAus einer gefährlichen oder schlimmen Lage mit nur geringem Schaden herauskommen, also glimpflich davonkommen.
- O du lieber AugustinHalb klagender, halb humorvoller Ausruf, wenn etwas schiefgegangen oder verloren ist. Oft folgt die Liedzeile „alles ist hin“.
- Pech im Spiel, Glück in der LiebeWer beim Spielen verliert, hat dafür Glück in der Liebe; meist ein scherzhafter Trost nach einer Niederlage.
- Petri HeilGruß und Glückwunsch unter Anglern: Man wünscht einander einen guten Fang. Wer schon etwas gefangen hat, antwortet mit „Petri Dank“.
- PustekuchenEin Ausruf der Enttäuschung oder Ablehnung: Es kommt anders als erhofft, oder etwas kommt gar nicht in Frage, ähnlich wie „Denkste!“.
- Scherben bringen GlückZerbrochenes Geschirr gilt als gutes Zeichen, deshalb muss sich über das Missgeschick niemand ärgern.
- Schwein habenGroßes, oft unverdientes Glück haben, vor allem wenn etwas fast schiefgegangen wäre.
- Sein blaues Wunder erlebenEine böse, unangenehme Überraschung erleben, mit der man nicht gerechnet hat.
- Sich freuen wie ein SchneekönigSich riesig und sichtbar freuen, oft über etwas Kleines oder lange Ersehntes.
- Toi, toi, toiEin Glückwunsch vor einer Prüfung, einem Auftritt oder Vorhaben; außerdem eine Formel, mit der man ein Glück nicht „beschreien“ will.
- Unverhofft kommt oftDas Unerwartete tritt häufiger ein, als man denkt, ob Überraschung, Glücksfall oder Panne.
- Vorfreude ist die schönste FreudeSich auf etwas zu freuen, ist oft genauso schön oder schöner als das Ereignis selbst.
- WaidmannsheilGruß der Jäger untereinander: ein Wunsch für Jagdglück und ein Glückwunsch, wenn jemand ein Stück Wild erlegt hat.
- Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgenWem ein Missgeschick passiert, der wird obendrein auch noch ausgelacht.
- Wer nicht wagt, der nicht gewinntOhne ein gewisses Risiko gibt es keinen Erfolg.
- Wer suchet, der findetWer sich ernsthaft und ausdauernd um etwas bemüht, kommt am Ende auch zum Ziel.
- Wie aus heiterem HimmelVöllig unerwartet und ohne jedes Vorzeichen, meist bei unangenehmen Ereignissen.
- Wie gewonnen, so zerronnenWas man schnell oder ohne Mühe bekommen hat, ist oft genauso schnell wieder weg.
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