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Toi, toi, toi

Kurz gesagt

Ein Glückwunsch vor einer Prüfung, einem Auftritt oder Vorhaben; außerdem eine Formel, mit der man ein Glück nicht „beschreien“ will.

Auf Englisch
Break a leg!
Fingers crossed!
Knock on wood!
Auch gesagt
Unberufen, toi, toi, toi!

Was bedeutet „Toi, toi, toi“?

„Toi, toi, toi!“ wünscht man jemandem, der vor einer Bewährungsprobe steht: der Schauspielerin vor der Premiere, dem Sohn vor der Führerscheinprüfung, der Kollegin vor dem Vorstellungsgespräch. Das DWDS umschreibt es mit „viel Glück!; viel Erfolg!; möge es gelingen!“. Besonders fest verwurzelt ist die Formel am Theater. Dort gilt der Brauch, dass sich die Beglückwünschten nicht bedanken, weil der Dank das Glück vertreiben soll.

Die zweite Bedeutung schützt vor Unglück. Wer von einem Erfolg erzählt oder sagt, dass ihm noch nie etwas passiert sei, hängt „toi, toi, toi“ an, oft verstärkt durch „unberufen“: „Ich war noch nie richtig krank, toi, toi, toi.“ Nach dem DWDS wird der Spruch häufig vom Klopfen auf Holz oder Spucken über die linke Schulter begleitet. Man will das Schicksal nicht herausfordern, indem man das Glück laut ausspricht. Beide Gebrauchsweisen sind umgangssprachlich, aber überall angemessen, und kaum jemand meint sie ganz ernst.

Woher kommt „Toi, toi, toi“?

Die Formel ist lautmalend. Pfeifer erklärt „toi, toi, toi“ als Nachahmung eines dreimaligen Ausspuckens, einer abergläubischen Handlung, die Unheil abwenden sollte; literarisch belegt ist sie seit dem 19. Jahrhundert. Wiktionary ergänzt, dass sie zunächst in Norddeutschland verbreitet war. Dahinter steht der Glaube, dass böse Geister oder neidische Mächte ein ausgesprochenes Glück zunichtemachen. Ausspucken als Abwehr gegen Unheil beschreibt schon Plinius der Ältere.

Als das Ausspucken als unfein galt, blieb das Geräusch übrig. Andere Herleitungen kursieren ebenfalls: Manche sehen in „toi“ den dreimal verkürzt genannten Teufel, andere das jiddische „tow“ für „gut“. Für beide fehlt ein sicherer Beleg. In den Wörterbüchern ist die Erklärung über das Spucken die übliche.

Beispiele aus dem Alltag

  • Vor der praktischen Fahrprüfung schickt Mama eine Nachricht: „Toi, toi, toi! Du schaffst das.“

  • In der Garderobe des Stadttheaters klopft die Inspizientin an jede Tür: „Toi, toi, toi!“ Niemand sagt danke.

  • „Unser Auto hatte in zwölf Jahren keinen einzigen Platten“, erzählt Herr Brenner, klopft auf den Holztisch und sagt: „Toi, toi, toi.“

Häufige Fragen

Darf man sich für „toi, toi, toi“ bedanken?

Nach altem Theateraberglauben nicht, weil der Dank das Glück wieder vertreiben soll. Außerhalb der Bühne nimmt das kaum jemand streng, ein Lächeln ist immer erlaubt.

Was heißt „toi“?

„Toi“ ist kein eigenes Wort, sondern ahmt nach Pfeifer das Geräusch des Ausspuckens nach. Dreimal ausspucken galt als Schutz gegen Unheil und Neid.

Wie sagt man „toi, toi, toi“ auf Englisch?

Vor einem Auftritt sagt man „Break a leg!“, sonst „Fingers crossed!“ oder „Good luck!“. Für die abwehrende Bedeutung passt „Knock on wood!“.

Wie schreibt man „toi, toi, toi“?

Mit Kommas zwischen den drei Silben: „toi, toi, toi“. Steht der Ausruf allein oder am Satzanfang, wird das erste „Toi“ großgeschrieben.

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