Pech im Spiel, Glück in der Liebe
Kurz gesagt
Wer beim Spielen verliert, hat dafür Glück in der Liebe; meist ein scherzhafter Trost nach einer Niederlage.
- Auf Englisch
- Unlucky at cards, lucky in love
- Lucky at cards, unlucky in love
- Auch gesagt
- Glück im Spiel, Pech in der Liebe
- Glück in der Liebe, Pech im Spiel
- Gegenteil
- Ein Unglück kommt selten allein
Was bedeutet „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“?
„Pech im Spiel, Glück in der Liebe“ ist ein scherzhafter Trost für alle, die beim Kartenspiel, im Lotto oder beim Würfeln verlieren: Dafür, so die Behauptung, haben sie Glück in der Liebe. Man sagt es am Spieleabend zum Verlierer, nach der Niete bei der Tombola oder über sich selbst, um eine Niederlage mit Humor zu nehmen. Ernsthaft glaubt kaum jemand daran; der Satz ist ein freundliches Augenzwinkern.
Dahinter steckt die Vorstellung, dass sich Glück und Pech ausgleichen und niemand alles bekommt. Das Sprichwort funktioniert in beide Richtungen: Wer ständig gewinnt, muss sich „Glück im Spiel, Pech in der Liebe“ anhören, was je nach Lage auch ein kleiner Stich sein kann. In der Sportberichterstattung wird es gern auf Spieler angewandt, die frisch verliebt sind und gleichzeitig nicht mehr treffen. Allgemeiner kann es heißen, dass ein Misserfolg auf einem Gebiet den Erfolg auf einem anderen nicht ausschließt.
Woher kommt „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“?
Die Verbindung von Spielglück und Liebe ist im Deutschen spätestens seit dem 19. Jahrhundert fest. Wander verzeichnet 1867 im ersten Band seines „Deutschen Sprichwörter-Lexikons“ unter dem Stichwort „Glück“ die Form „Glück im Spiel, Unglück in der Liebe“ und daneben „Wer Glück im Spiel hat, hat kein Glück in der Liebe“. Die Sammlung kennt auch verwandte Sprüche über die Launen des Spielglücks, etwa „Glück im Spiel ist Wetter im April“.
Die heute übliche Umkehrung mit dem Pech am Anfang ist die tröstende Fassung: Sie wendet den alten Satz an den Verlierer. Im Englischen gibt es dieselbe Paarung als „lucky at cards, unlucky in love“ und umgekehrt. Woher die Verbindung von Spiel und Liebe ursprünglich stammt, ist nicht geklärt. Sie folgt dem verbreiteten Gedanken, dass sich Glück und Unglück im Leben die Waage halten.
Quellen
- OWID Sprichwörterbuch: Pech im Spiel, Glück in der Liebe
- Wander: Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Bd. 1 (1867), Stichwort ‚Glück‘
- DWDS: Liebe
Stand:
Beispiele aus dem Alltag
Beim Doppelkopf verliert Jannik die fünfte Runde in Folge. „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“, tröstet ihn seine Freundin und gibt ihm einen Kuss.
Bei der Tombola des Sportvereins zieht Doris nur Nieten. „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“, ruft ihr Mann und zeigt grinsend auf sich.
„Schon wieder den Jackpot verpasst?“, fragt Murat seinen Kollegen. „Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Ich heirate im Mai, das reicht mir.“
Häufige Fragen
Heißt es „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“ oder „Glück im Spiel, Pech in der Liebe“?
Beides ist gebräuchlich, aber mit verschiedener Absicht. „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“ tröstet den Verlierer, „Glück im Spiel, Pech in der Liebe“ neckt den Gewinner.
Wie alt ist „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“?
Wander verzeichnete 1867 die Form „Glück im Spiel, Unglück in der Liebe“. Die Verbindung von Spielglück und Liebe ist also spätestens seit dem 19. Jahrhundert im Deutschen fest.
Wie sagt man „Pech im Spiel, Glück in der Liebe“ auf Englisch?
„Unlucky at cards, lucky in love“, als Gegenstück auch „lucky at cards, unlucky in love“. Im Englischen geht es ausdrücklich um das Kartenspiel.
Kurzer Test
Ganzes QuizWie geht das Sprichwort weiter?
Das Glück ist …