Sprichwörter über Essen und Trinken
Köche, Brei, Wurst und Kartoffeln: Viele Sprichwörter kommen aus der Küche, auch wenn sie am Ende gar nicht vom Essen handeln.
42 Einträge
Bekannt zum Thema
Alle 42 Einträge
- Abwarten und Tee trinkenGeduldig bleiben und erst einmal beobachten, wie sich eine Sache entwickelt, statt vorschnell zu handeln.
- Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zweiEin scherzhafter Satz für den Moment, in dem etwas Schönes vorbei ist: Nichts dauert ewig.
- Alles in ButterAlles ist in Ordnung, es gibt keine Probleme.
- Alter SchinkenSpöttische oder liebevolle Bezeichnung für ein altes, dickes Buch, einen alten Film oder ein altmodisches Gemälde.
- Blau seinUmgangssprachlich für betrunken sein, meist mit einem gutmütigen, wenig dramatischen Unterton.
- Da haben wir den SalatAusruf des Ärgers, wenn das befürchtete Durcheinander oder Missgeschick eingetreten ist: Jetzt ist es passiert.
- Da liegt der Hase im PfefferDas ist der eigentliche Grund des Problems, genau hier liegt die Schwierigkeit.
- Das Auge isst mitWie appetitlich ein Essen angerichtet ist, beeinflusst, wie gut es uns schmeckt.
- Das ist mir wurstEtwas ist einem völlig gleichgültig: Man hat dazu keine Meinung, keine Vorliebe und keine Sorge.
- Das ist nicht mein BierDamit sagt man, dass einen eine Sache nichts angeht oder dass man dafür nicht zuständig ist.
- Den Braten riechenEine Absicht, eine Falle oder etwas Bevorstehendes rechtzeitig ahnen und durchschauen.
- Den Löffel abgebenSalopper, leicht flapsiger Ausdruck für sterben, scherzhaft auch für Geräte, die endgültig kaputtgehen.
- Der Appetit kommt beim EssenDie Lust auf eine Sache stellt sich oft erst ein, wenn man mit ihr angefangen hat. Und wer etwas bekommt, will häufig mehr davon.
- Der Mensch ist, was er isstDie Ernährung prägt Körper, Gesundheit und Wesen eines Menschen; heute meist als Mahnung zu bewusstem Essen gemeint.
- Der Mensch lebt nicht vom Brot alleinZum Leben braucht der Mensch mehr als Essen und Geld: auch Sinn, Zuwendung, Kultur oder Glauben.
- Die dümmsten Bauern haben die dicksten KartoffelnErfolg trifft oft gerade die, die am wenigsten dafür getan haben, und wirkt deshalb unverdient.
- Ein Fass aufmachenViel Wirbel um etwas machen oder ein heikles Thema anschneiden; seltener auch: ausgelassen feiern.
- Ein Haar in der Suppe findenAn einer eigentlich guten Sache kleinlich etwas auszusetzen finden.
- Einen Kater habenSich nach zu viel Alkohol am nächsten Tag elend fühlen, mit Kopfschmerzen, flauem Magen und schlechter Laune.
- Gegessen wird, was auf den Tisch kommtAm Tisch wird nicht gemäkelt: Wer mitisst, isst, was gekocht wurde, und bekommt kein Extragericht.
- Hopfen und Malz verlorenBei jemandem oder etwas ist jede Mühe vergeblich, da ist nichts mehr zu retten oder zu bessern.
- Hunger ist der beste KochWer richtig hungrig ist, dem schmeckt auch einfaches Essen hervorragend.
- In der Not frisst der Teufel FliegenWenn nichts Besseres da ist, gibt man sich mit dem zufrieden, was man sonst verschmähen würde.
- Jemandem Honig ums Maul schmierenJemandem mit Hintergedanken schmeicheln, um ihn für sich einzunehmen oder etwas von ihm zu bekommen.
- Jemandem reinen Wein einschenkenJemandem die volle Wahrheit sagen, auch wenn sie unangenehm ist.
- Kalter KaffeeEtwas längst Bekanntes, das deshalb niemanden mehr interessiert; salopp auch eine überholte oder unsinnige Idee.
- Kohldampf habenSalopp für: sehr großen Hunger haben.
- Leben wie Gott in FrankreichSorglos und im Überfluss leben, mit gutem Essen, Wein und allen Annehmlichkeiten.
- Liebe geht durch den MagenMit gutem Essen kann man die Zuneigung eines Menschen gewinnen oder vertiefen.
- MahlzeitEin Gruß zur Mittagszeit, besonders unter Kolleginnen und Kollegen, verkürzt aus dem alten Tischwunsch „Gesegnete Mahlzeit!“.
- Man muss die Feste feiern, wie sie fallenGelegenheiten zum Feiern soll man nutzen, wenn sie sich ergeben, auch ohne großen Anlass und ohne lange Planung.
- Mit dem ist nicht gut Kirschen essenMit diesem Menschen legt man sich besser nicht an: Er ist schwierig, streitlustig oder unberechenbar.
- Mit Speck fängt man MäuseMit einem verlockenden Angebot oder einer kleinen Belohnung bringt man andere dazu, das zu tun, was man möchte.
- Na, MahlzeitEin ironischer Ausruf, wenn sich Ärger, Mühe oder ein Schlamassel ankündigt, ungefähr „Das kann ja heiter werden!“.
- Nicht das Gelbe vom EiEtwas ist nicht die beste Lösung: brauchbar vielleicht, aber mittelmäßig und hinter den Erwartungen zurück.
- Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wirdWas zunächst bedrohlich oder streng wirkt, fällt am Ende meist harmloser aus als befürchtet.
- Prost MahlzeitEin ironischer Ausruf resignierter Skepsis, wenn etwas schiefzugehen droht oder unangenehm wird, etwa „Das wird ja immer schöner!“.
- Seinen Senf dazugebenUngefragt seine Meinung zu etwas äußern, auch wenn niemand danach verlangt hat.
- Um den heißen Brei herumredenNicht zur Sache kommen und das Wesentliche, meist etwas Unangenehmes, nicht offen aussprechen.
- Viele Köche verderben den BreiWenn zu viele Leute bei einer Aufgabe mitreden und mitentscheiden, wird das Ergebnis schlechter statt besser.
- Was der Bauer nicht kennt, frisst er nichtWer am Gewohnten hängt, lehnt unbekanntes Essen oder Neues überhaupt ab, ohne es probiert zu haben.
- Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essenWer arbeiten könnte, sich aber davor drückt, soll nicht auf Kosten anderer leben.
Zum Weiterlesen
Alle Artikel- Abgewandelte Sprichwörter: Antisprichwörter, Parodien und Sprichwort-Mischungen„Wer anderen eine Grube gräbt, hat ein Grubengrabgerät“: wie verdrehte Sprichwörter funktionieren, welche Techniken es gibt und warum der Witz nur mit dem Original klappt.
- Bayerische Sprichwörter und Sprüche: Mundart mit Übersetzung und BedeutungVon „Ja mei“ bis „A gmahde Wiesn“: echte bayerische Sprüche und Redewendungen in Mundart, mit Hochdeutsch-Übersetzung und Bedeutung, sortiert nach Situation.
- Internationale Redewendungen: lustige Ausdrücke aus aller Welt mit ÜbersetzungEulen im Moor, Nudeln auf den Ohren, ein Krabbenbrot als Rutsche: lustige Redewendungen aus anderen Sprachen, wörtlich übersetzt und mit deutscher Entsprechung.