Bedeutung
Diese Redewendung mahnt zur Vorsicht im Umgang mit Menschen, die leicht reizbar, streitsüchtig oder launisch sind. Wer mit jemandem nicht „gut Kirschen essen“ kann, hat es mit einer Person zu tun, die schwer zugänglich ist und keinen Widerspruch duldet. Die Aussage impliziert daher, sich lieber fernzuhalten oder diplomatisch zu verhalten.
Verwendungsbeispiele
Mit unserem neuen Chef ist nicht gut Kirschen essen – er explodiert bei der kleinsten Kritik. Lege dich nicht mit dem Nachbarn an; mit dem ist nicht gut Kirschen essen. Schon nach kurzer Zeit merkten wir, dass mit dem Geschäftspartner nicht gut Kirschen essen ist, weil er ständig Streit suchte.
Historischer Kontext
Die Redewendung geht auf das Spätmittelalter zurück, als Kirschen eine kostbare Delikatesse waren, die man nur im Kreis der Wohlhabenden teilte. Wer nicht dazugehörte, wurde bei Festen buchstäblich mit Kirschkernen aus der Runde vertrieben. Im übertragenen Sinne entstand daraus die Warnung, sich mit hochmütigen oder streitlustigen Menschen besser nicht einzulassen.
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