Bedeutung
Das Sprichwort bedeutet, dass es oft besser ist, einen Streit zu beenden, statt stur auf der eigenen Position zu beharren. Nachgeben zeugt von Gelassenheit und Weitsicht und verhindert unnötige Eskalationen. Wer klug ist, wählt den Weg des geringeren Schadens.
Verwendungsbeispiele
In einem hitzigen Code-Review gibt der erfahrenen Entwickler nach, um das Teamklima nicht zu belasten – der Im Straßenverkehr weicht man dem Drängler lieber aus, statt auf sein Recht zu pochen – der Klügere gibt nach. Bei Verhandlungen lässt man dem Kunden einen kleinen Rabatt, um die langfristige Zusammenarbeit zu sichern – der Klügere gibt nach.
Historischer Kontext
Der Grundgedanke, dass Nachgeben klüger sein kann als sturer Widerstand, findet sich bereits in antiken Schriften. Ovid formulierte "cedendo victor abibis" – wer nachgibt, geht als Sieger hervor. In der Frühen Neuzeit wurde die Einsicht populär und floss in zahlreiche Sprichwortsammlungen ein. Heute gilt der Satz als Mahnung zu Diplomatie, Kompromissfähigkeit und der Erkenntnis, dass Nachgiebigkeit oftmals stärker ist als Starrsinn.
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