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Geld allein macht nicht glücklich

Kurz gesagt

Wohlstand reicht nicht für ein gutes Leben: Gesundheit, Menschen und Sinn lassen sich nicht kaufen.

Auf Englisch
Money can’t buy happiness
Money isn’t everything
Auch gesagt
Geld macht nicht glücklich

Was bedeutet „Geld allein macht nicht glücklich“?

Das wichtigste Wort ist „allein“. Das Sprichwort behauptet nicht, dass Geld unwichtig ist. Es räumt ein, dass Geld hilft, und hält nur fest, dass es nicht ausreicht. Wer reich, aber einsam, krank oder gelangweilt ist, wird durch ein volleres Konto nicht froh.

Gerade weil der Satz so vernünftig klingt, wird er gern verspottet. Die bekannteste Fortsetzung lautet „…, aber es beruhigt“. Und wer ihn zu jemandem sagt, der knapp bei Kasse ist, wirkt schnell herablassend. Die Glücksforschung gibt beiden Seiten ein bisschen recht: Mehr Geld macht im Schnitt zufriedener, vor allem wenn vorher wenig da war, aber der Effekt wird mit jedem weiteren Euro kleiner.

Woher kommt „Geld allein macht nicht glücklich“?

Einen Urheber hat das Sprichwort nicht, und wann es in dieser Form aufkam, ist nicht belegt. Der Gedanke ist alt. Im Buch Prediger (5,9) heißt es, wer Geld liebe, werde vom Geld nie satt, und im ersten Timotheusbrief (6,10) gilt die Geldgier als Wurzel allen Übels. Der römische Philosoph Seneca schrieb in einem Brief, arm sei nicht, wer wenig habe, sondern wer mehr begehre.

Bekannt ist auch eine Pointe, die oft Marcel Reich-Ranicki zugeschrieben wird: Geld allein mache nicht glücklich, aber es sei besser, im Taxi zu weinen als in der Straßenbahn. Ein sicherer Beleg dafür, dass der Satz wirklich von ihm stammt, fehlt allerdings.

Beispiele aus dem Alltag

  • Nach dem Lottogewinn kündigte Herr Weber, kaufte ein Haus am See und langweilte sich nach drei Monaten fürchterlich. Inzwischen arbeitet er wieder halbtags in der Werkstatt. „Geld allein macht nicht glücklich“, sagt er.

  • Lea lehnt die besser bezahlte Stelle in München ab und bleibt in ihrem kleinen Team. „Geld allein macht nicht glücklich“, erklärt sie ihrer Mutter, die nur fragend die Augenbraue hebt.

  • „Geld allein macht nicht glücklich“, sagt Onkel Rolf beim Familienfest. Seine Nichte, Studentin mit Nebenjob, grinst: „Probier ich gern mal aus, sobald ich welches habe.“

Lustige Abwandlungen

  • Geld allein macht nicht glücklich, aber es beruhigt

    So verbreitet, dass der Duden-Band „Redewendungen“ den Zusatz als möglichen Teil des Sprichworts führt.

  • Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu weinen als in der Straßenbahn

    Oft Marcel Reich-Ranicki zugeschrieben, ein sicherer Beleg fehlt.

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Häufige Fragen

Von wem stammt „Geld allein macht nicht glücklich“?

Das Sprichwort hat keinen bekannten Urheber. Nur die scherzhafte Fortsetzung mit Taxi und Straßenbahn wird häufig Marcel Reich-Ranicki zugeschrieben, ohne dass das sicher belegt ist.

Wie geht der Spruch weiter?

Die bekannteste Fortsetzung ist „…, aber es beruhigt“. Daneben kursieren viele Varianten, etwa die mit dem Weinen im Taxi statt in der Straßenbahn.

Wie sagt man das auf Englisch?

„Money can’t buy happiness“ oder „Money isn’t everything“.

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