Arbeit macht das Leben süß
Kurz gesagt
Sinnvolle Arbeit macht zufrieden und gibt dem Leben Wert.
Was bedeutet „Arbeit macht das Leben süß“?
Wörtlich genommen ist es ein Lob der Arbeit: Wer etwas schafft, ist zufriedener als jemand, der nur herumsitzt. So war es auch gemeint, als Mahnung zum Fleiß, die sich vor allem an Kinder richtete.
Heute klingt der Satz für viele altbacken und wird deshalb meist ironisch verwendet, etwa beim Blick auf einen Berg Überstunden oder die Steuererklärung am Sonntag. Fast immer liegt dann die Scherzfortsetzung in der Luft: „Faulheit stärkt die Glieder.“ Ernst gemeint hört man ihn noch, wenn jemand nach getaner Arbeit zufrieden auf das Ergebnis blickt.
Woher kommt „Arbeit macht das Leben süß“?
Der Satz hat einen Autor. Er ist die erste Zeile des Liedes „Arbeit“ von Gottlob Wilhelm Burmann (1737 bis 1805), erschienen 1777 in seinen „Kleinen Liedern für kleine Jünglinge“. Die erste Strophe lautet: „Arbeit macht das Leben süß, / Macht es nie zur Last; / Der nur hat Bekümmernis, / Der die Arbeit hasst.“ Das Lied sollte Kindern Fleiß beibringen. Von Burmanns übrigem Werk ist kaum etwas im Gedächtnis geblieben, diese Zeile dagegen schon.
Die Fortsetzung „Faulheit stärkt die Glieder“ stammt nicht von Burmann. Sie ist ein späterer Scherz, der das Lob der Arbeit ins Gegenteil kippt. Manche hängen noch an: „Drum pfeif ich auf die Süßigkeit und leg mich wieder nieder.“
Beispiele aus dem Alltag
Nach dem Umzug in den dritten Stock lässt sich Max aufs Sofa fallen. „Arbeit macht das Leben süß“, sagt seine Freundin. „Faulheit stärkt die Glieder“, murmelt er und schließt die Augen.
Der Chef schickt am Freitag um 16 Uhr noch eine neue Aufgabe. Im Teamchat schreibt Nina nur: „Arbeit macht das Leben süß.“
Opa Heinz steht stolz vor dem frisch gestrichenen Gartenzaun. „Arbeit macht das Leben süß“, sagt er, „das hat schon mein Vater immer gesagt.“
Lustige Abwandlungen
Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder
Bekannteste Scherzfortsetzung, 2014 auch Titel eines Dokumentarfilms.
Arbeit macht das Leben süß, Faulheit stärkt die Glieder, drum pfeif ich auf die Süßigkeit und leg mich wieder nieder
Verlängerte Fassung, die den Spott zu Ende reimt.
Häufige Fragen
Wie geht „Arbeit macht das Leben süß“ weiter?
Im Original mit „macht es nie zur Last“. Bekannter ist heute die Scherzfortsetzung „Faulheit stärkt die Glieder“.
Von wem stammt „Arbeit macht das Leben süß“?
Vom Dichter Gottlob Wilhelm Burmann. Es ist die Anfangszeile eines Kinderliedes, das 1777 erschien.
Hat der Spruch etwas mit „Arbeit macht frei“ zu tun?
Nein. Burmanns Zeile stammt aus einem Kinderlied des 18. Jahrhunderts. „Arbeit macht frei“ ist eine andere Parole, die die Nationalsozialisten zynisch über die Tore von Konzentrationslagern setzten.
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