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Ohne Fleiß kein Preis

Kurz gesagt

Wer Erfolg haben will, muss sich anstrengen: Ohne Arbeit gibt es keine Belohnung.

Auf Englisch
No pain, no gain
Auch gesagt
Ohne Fleiss kein Preis

Was bedeutet „Ohne Fleiß kein Preis“?

Gute Noten, ein Pokal, eine Beförderung: Wer etwas erreichen will, muss etwas dafür tun. „Preis“ meint hier den Lohn, den Siegespreis oder das Lob, nicht das, was etwas kostet.

Das Sprichwort ist ein Klassiker in Klassenzimmern, Trainingshallen und auf Elternabenden. Es motiviert, kann aber auch nerven, weil es so tut, als sei Erfolg allein eine Frage der Mühe. Wer viel arbeitet und trotzdem leer ausgeht, hört den Satz ungern. Umgekehrt kennt jeder Fälle, in denen jemand ganz ohne Fleiß abräumt.

Woher kommt „Ohne Fleiß kein Preis“?

Der Gedanke reicht bis in die griechische Antike zurück. Hesiod ermahnt in seinem Lehrgedicht „Werke und Tage“ (um 700 v. Chr.) seinen arbeitsscheuen Bruder Perses: Vor die Tüchtigkeit, also auch vor den Erfolg, hätten die Götter den Schweiß gesetzt. Der Römer Horaz schreibt in seinen Satiren, das Leben gebe den Sterblichen nichts ohne große Mühe.

Die gereimte deutsche Kurzform ist erstaunlich jung. Vorstufen wie „Erst Fleiß, dann Preis“ gab es früher, doch in genau dieser Fassung lässt sich „Ohne Fleiß kein Preis“ erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts nachweisen, etwa 1881 in einer Wiener Eisenbahnzeitung. Der eingängige Reim dürfte geholfen haben, dass sie sich schnell durchsetzte.

Beispiele aus dem Alltag

  • Vor der Mathearbeit sitzt Emma jeden Nachmittag über den Aufgaben. Als sie die Eins zurückbekommt, grinst ihr Lehrer: „Ohne Fleiß kein Preis.“

  • Der Ruderverein trainiert seit Januar dreimal pro Woche um sechs Uhr früh. Im Juni holt der Achter den Landesmeistertitel. Ohne Fleiß kein Preis.

  • „Warum hat Markus die Stelle bekommen und nicht ich?“, fragt Nils. Seine Kollegin zuckt mit den Schultern: „Er hat nebenher die Fortbildung gemacht. Ohne Fleiß kein Preis.“

Lustige Abwandlungen

  • Ohne Fleiß kein Reis

    Wortspiel, 2012 auch Titel eines Buchs von Martin Hyun.

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Häufige Fragen

Schreibt man „Ohne Fleiß“ oder „Ohne Fleiss“?

In Deutschland und Österreich schreibt man „Fleiß“ mit ß. „Ohne Fleiss kein Preis“ ist die Schweizer Schreibweise, weil es dort kein ß gibt, oder eine Notlösung auf Tastaturen ohne ß.

Was bedeutet „Preis“ in „Ohne Fleiß kein Preis“?

Gemeint ist der Lohn für die Mühe, etwa ein Siegespreis, Anerkennung oder Erfolg. Mit dem Kaufpreis hat es nichts zu tun.

Wie sagt man „Ohne Fleiß kein Preis“ auf Englisch?

Die übliche Entsprechung ist „No pain, no gain“.

Ist „Ohne Fleiß kein Preis“ ein altes Sprichwort?

Der Gedanke stammt aus der Antike, die gereimte Form ist aber erst seit dem späten 19. Jahrhundert belegt.

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