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Etwas aus dem Effeff können

Kurz gesagt

Etwas so gründlich beherrschen, dass man es ohne Nachdenken und fehlerfrei kann.

Auf Englisch
to know something inside out
to know something like the back of one’s hand
Auch gesagt
Etwas aus dem Effeff beherrschen
Etwas aus dem Effeff kennen

Was bedeutet „Etwas aus dem Effeff können“?

Wer etwas aus dem Effeff kann, beherrscht es perfekt, fast im Schlaf. Die Bäckerin, die seit dreißig Jahren Brezeln schlingt, kann das aus dem Effeff, ebenso der Fahrlehrer, der jede Vorfahrtsregel kennt, oder die Kollegin, die jede Funktion der Buchhaltungssoftware findet. Statt „können“ stehen oft „beherrschen“, „kennen“ oder „verstehen“. Die Wendung ist umgangssprachlich und durchweg anerkennend.

Das Wort „Effeff“ gibt es nur in dieser Wendung, deshalb erscheint es immer im Dativ: „aus dem Effeff“. Gemeint ist nicht bloße Routine, sondern gründliches Können: Wer etwas aus dem Effeff kann, weiß auch, was zu tun ist, wenn etwas schiefläuft. Für auswendig gelerntes Halbwissen passt die Wendung schlecht. Man sagt sie über Handgriffe ebenso wie über Wissen, über Musikstücke, Gesetzestexte oder den Fahrplan der eigenen Buslinie.

Woher kommt „Etwas aus dem Effeff können“?

Die Herkunft ist nicht geklärt. Hinter „Effeff“ steht die Abkürzung „ff“, die im 19. Jahrhundert noch als „Ff“, „ff“ oder „FF“ geschrieben wurde, bevor sich die ausgeschriebene Form durchsetzte. Was das Kürzel meint, ist umstritten. Pfeifers Etymologisches Wörterbuch hält die kaufmannssprachliche Abkürzung „ff“ für „fein-fein“, also sehr fein, für am wahrscheinlichsten; Kaufleute kennzeichneten damit Ware bester Qualität. Auch der Duden nennt diese Erklärung, mit einem vorsichtigen „vielleicht“.

Eine zweite Deutung führt zu den Juristen. Im Mittelalter zitierte man die Digesten, die große Sammlung des römischen Rechts, mit dem Zeichen „ff“. Über dessen Entstehung, aus einem griechischen Π für „Pandekten“ oder aus einem durchgestrichenen D, stritten schon Rechtshistoriker des 19. Jahrhunderts. Wer etwas „aus dem ff“ wusste, hätte demnach das schwierigste Rechtsbuch gekannt. Das Zeichen ist belegt, der Weg zur Redewendung nicht. Weitere Erklärungen, etwa über „fortissimo“ in der Musik, sind bloße Vermutungen.

Beispiele aus dem Alltag

  • Frau Özdemir unterrichtet seit 25 Jahren Mathe. Den Satz des Pythagoras erklärt sie aus dem Effeff, ganz ohne Buch.

  • „Frag Jonas, der kennt die Abseitsregel aus dem Effeff“, ruft der Jugendtrainer, als sich die Eltern am Spielfeldrand streiten.

  • Nach drei Sommern in der Eisdiele kennt Lilly die Bestellungen der Stammgäste aus dem Effeff.

Häufige Fragen

Wie schreibt man „aus dem Effeff“?

Duden und DWDS schreiben „aus dem Effeff“ in einem Wort mit großem E. „Effeff“ ist die ausgeschriebene Form des Kürzels „ff“.

Was bedeutet das „ff“ in „aus dem Effeff“?

Sicher ist das nicht. Am wahrscheinlichsten ist die Kaufmannsabkürzung „ff“ für „fein-fein“, also beste Qualität. Eine andere Deutung verweist auf das mittelalterliche Zeichen „ff“ für die Digesten des römischen Rechts.

Wie sagt man „etwas aus dem Effeff können“ auf Englisch?

Üblich sind „to know something inside out“ und „to know something like the back of one’s hand“.

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