Bauernregeln für Juni
Im Juni beginnt die Heuernte, deshalb fragen die Bauernregeln vor allem, ob es regnet. Die Lostage Medardus am 8. Juni, Johanni am 24. Juni und der Siebenschläfer am 27. Juni sollen das Wetter für Wochen festlegen, Monatsregeln blicken auf Ernte und Rebblüte. Am besten belegt ist die Siebenschläferregel, und auch sie gilt eigentlich für die Wetterlage Anfang Juli.
- 8. Juni, MedardusWas Sankt Medardus für Wetter hält, solch Wetter auch in die Ernte fälltDas Wetter am 8. Juni, dem Medardustag, soll sich bis in die Erntezeit halten: Regnet es an Medardus, droht eine nasse Ernte.
- 24. Juni, JohanniVor Johanni bitt um Regen, nachher kommt er ungelegenBis zum 24. Juni, dem Johannistag, ist Regen für die Felder erwünscht, danach stört er Heuernte und reifendes Getreide.
- 27. Juni, SiebenschläferDas Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben magWie das Wetter um den 27. Juni ist, so soll es die folgenden sieben Wochen bleiben, also bis weit in den August hinein.
- Ganzer MonatJuni trocken mehr als nass, füllt mit gutem Wein das FassEin eher trockener als nasser Juni soll einen guten Weinjahrgang bringen, weil die Reben in dieser Zeit blühen und dafür Wärme und trockenes Wetter brauchen.
- Ganzer MonatWenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er meist das ganze JahrEin kühler, verregneter Juni gilt als schlechtes Zeichen für das ganze Erntejahr, weil er Heu, Getreide und Wein in einer entscheidenden Zeit schadet.
Häufige Fragen
Welche Lostage gibt es im Juni?
Die wichtigsten Lostage im Juni sind Medardus am 8. Juni, Johanni am 24. Juni und der Siebenschläfer am 27. Juni. An allen dreien wollten Bauern das Wetter der nächsten Wochen ablesen.
Stimmt die Siebenschläferregel?
Für den 27. Juni allein stimmt die Siebenschläferregel nicht. Bezogen auf einen Zeitraum um die erste Juliwoche trifft sie nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in 60 bis 70 Prozent der Fälle zu, weil sich die Wetterlage Anfang Juli oft für Wochen festsetzt.
Warum ist der Juni für die Ernte so wichtig?
Im Juni wird das erste Heu gemacht, das Getreide füllt seine Körner, und die Reben blühen. Regen und Kälte in dieser Zeit können Heu verderben und den Ertrag im Weinberg mindern.