Bauernregeln für Mai
Die Bauernregeln für Mai kreisen um zwei Fragen: Kommt noch Frost, und fällt genug Regen? Die Eisheiligen vom 11. bis zum 15. Mai, zuletzt die Kalte Sophie, sollen den letzten Nachtfrost bringen, ein kühler, nasser Mai soll die Ernte sichern. Der Deutsche Wetterdienst findet die Eisheiligen nur in einem Drittel der Jahre bestätigt, die Regeln zum Mairegen haben dagegen einen landwirtschaftlich richtigen Kern.
- 12. Mai, EisheiligePankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer PlatzErst wenn die Eisheiligen Mitte Mai vorbei sind, ist die Gefahr von Nachtfrost gebannt und der Sommer kann kommen.
- 15. Mai, Kalte SophieVor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber istErst nach dem 15. Mai, dem Tag der Kalten Sophie, soll die Gefahr von Nachtfrost vorbei sein, sodass empfindliche Pflanzen ins Freie dürfen.
- Ganzer MonatGewitter im Mai, schreit der Bauer juchheiGewitter im Mai gelten als gutes Zeichen für die Ernte, weil sie warmen Regen in der Wachstumszeit bringen.
- Ganzer MonatIst der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun und FassEin kühler, regnerischer Mai soll eine reiche Ernte bringen: volle Scheunen mit Getreide und volle Fässer mit Wein.
- Ganzer MonatMairegen bringt SegenRegen im Mai gilt als Glück für Felder, Wiesen und Gärten, weil er die Pflanzen in ihrer stärksten Wachstumszeit mit Wasser versorgt.
Häufige Fragen
Welche Bauernregeln gibt es für Mai?
Bekannt sind „Mairegen bringt Segen“, „Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun und Fass“ und die Regeln zu den Eisheiligen wie „Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz“. Sie handeln von spätem Frost und vom Regen, den die Felder im Mai brauchen.
Wann sind die Eisheiligen?
Die Eisheiligen liegen zwischen dem 11. und 15. Mai: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie. Im Norden zählt man meist den 11. bis 13. Mai, im Süden den 12. bis 15. Mai.
Stimmen die Bauernregeln zu den Eisheiligen?
Die Regeln zu den Eisheiligen sind nur eine Faustregel. Laut Deutschem Wetterdienst trafen die Eisheiligen in den vergangenen 50 Jahren im Schnitt nur in einem Drittel der Fälle zu. Richtig ist, dass Nachtfrost im Lauf des Mai seltener wird.