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Märzenschnee tut den Saaten weh

Kurz gesagt

Schnee im März schadet der Saat, die schon in der Erde ist oder gerade aufgeht.

Monat
März
Auch gesagt
Märzenschnee tut den Saaten und Blumen weh

Was bedeutet „Märzenschnee tut den Saaten weh“?

Die Regel warnt vor dem späten Winter. Fällt im März noch Schnee, leidet die Wintersaat, die schon zu wachsen beginnt, und ebenso alles, was früh gesät wurde. „Märzenschnee“ ist eine ältere, heute poetisch klingende Form von „Märzschnee“, mit „Saaten“ sind die ausgesäten Pflanzen auf dem Feld gemeint. Heute hört man den Spruch, wenn nach ein paar milden Tagen noch einmal Schnee fällt, im Garten ebenso wie in der Landwirtschaft, oft mit einem besorgten Blick auf Beete und Obstbäume.

Ganz so einfach ist es nicht. Eine geschlossene Schneedecke schützt Wintergetreide sogar vor Kahlfrost, also vor starkem Frost ohne Schnee. Gefährlich wird es eher, wenn Schnee taut und wieder gefriert, wenn Nässe die Wurzeln schädigt oder wenn Frost auf Pflanzen trifft, die schon austreiben. Entsprechend gibt es auch Regeln, die das Gegenteil behaupten, etwa „Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schlägt ein warmes Herz“. Die Regel ist deshalb eher als allgemeine Warnung zu verstehen: Ein Rückfall in den Winter kommt im März zur Unzeit.

Woher kommt „Märzenschnee tut den Saaten weh“?

Woher die Regel stammt, ist nicht belegt. Das DWDS verzeichnet „Märzenschnee tut den Saaten weh“ als sprichwörtlich im Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache von 1974. Die Form „Märzen-“ ist eine ältere Bildung, die man auch aus „Märzenbecher“ und „Märzenbier“ kennt.

In Sammlungen von Bauernregeln steht sie oft neben anderen Märzregeln, etwa „Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht“. Überliefert sind auch Fassungen, die statt der Saaten andere Kulturen nennen, etwa Blumen, Obst oder Weinstock. Für Bauern war der März heikel: Die Vorräte gingen zur Neige, die Arbeit auf dem Feld begann, und jeder Kälterückfall konnte die Ernte des Jahres gefährden.

Beispiele aus dem Alltag

  • Mitte März schneit es über Nacht auf die frisch eingesäte Gerste. Landwirt Petersen schüttelt den Kopf: „Märzenschnee tut den Saaten weh.“

  • Anna hat ihre Erbsen schon im Hochbeet, als es noch einmal schneit. Ihre Nachbarin ruft über den Zaun: „Märzenschnee tut den Saaten weh. Deck sie lieber ab!“

  • Beim Kaffee schaut Opa Heinz auf die weißen Dächer: „Märzenschnee tut den Saaten weh. Hoffentlich bleibt er nicht lange liegen.“

Häufige Fragen

Was bedeutet „Märzenschnee“?

„Märzenschnee“ ist eine ältere, heute poetisch klingende Form von „Märzschnee“, also Schnee, der im März fällt.

Schadet Schnee im März wirklich der Saat?

Nicht immer. Eine Schneedecke kann Wintergetreide sogar vor starkem Frost schützen. Schaden entsteht vor allem, wenn Frost auf Pflanzen trifft, die schon austreiben, oder wenn Schmelzwasser wieder gefriert.

Welche Bauernregeln gibt es noch für den März?

Bekannt sind etwa „Märzenschnee und Jungfernpracht halten oft nur eine Nacht“ und „Fürchte nicht den Schnee im März, darunter schlägt ein warmes Herz“.

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