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April, April, der macht, was er will

Kurz gesagt

Das Wetter im April wechselt ständig zwischen Sonne, Regen, Graupel und manchmal sogar Schnee.

Monat
April
Auch gesagt
Der April macht, was er will
April, April, der weiß nicht, was er will

Was bedeutet „April, April, der macht, was er will“?

Die Wetterregel beschreibt das typische Aprilwetter: morgens Sonne, mittags ein Hagelschauer, nachmittags wieder blauer Himmel. Wer im April ohne Jacke oder Schirm losgeht, wird leicht überrascht. Anders als viele Bauernregeln trifft diese sehr zuverlässig zu.

Im Alltag wird der Spruch auch übertragen: auf wechselhafte Stimmungen oder Pläne, die ständig umgeworfen werden. Dann heißt er einfach, dass man sich auf nichts verlassen kann. Meist sagt man ihn mit einem Schulterzucken, als Kommentar zu etwas, das man ohnehin nicht ändern kann.

Woher kommt „April, April, der macht, was er will“?

Wer den Reim zuerst geprägt hat, ist nicht bekannt. Die Aussage selbst ist aber schon im 19. Jahrhundert belegt: Wander verzeichnet 1867 „April thut, was er will“ nach Karl Simrocks Sprichwörtersammlung, dazu mundartliche Formen aus Münster und Innsbruck. Der Reim gehört zu den Wetterregeln, die sich vor allem dank ihres eingängigen Klangs gehalten haben.

Die Sache selbst ist gut erklärbar. Im April erwärmen sich Südeuropa und Nordafrika schon deutlich, während über Nordeuropa und dem Atlantik noch kalte Luft liegt. Mitteleuropa liegt genau an der Grenze, und die Luftmassen wechseln oft. Dazu kommt: Die Sonne heizt den Boden tagsüber bereits kräftig auf, während in der Höhe noch kalte Luft liegt. So quellen rasch Schauerwolken auf, die Regen, Graupel oder Schnee bringen, und kurz darauf scheint wieder die Sonne.

Beispiele aus dem Alltag

  • Am Morgen frühstückt Familie Öztürk auf dem Balkon, zwei Stunden später liegt Graupel auf dem Tisch. „April, April, der macht, was er will“, lacht die Oma und holt die Tassen herein.

  • Beim Osterlauf startet Jonas im T-Shirt und kommt im Schneeregen ins Ziel. „April, April, der macht, was er will“, ruft der Stadionsprecher.

  • Die Projektplanung wurde diese Woche zum vierten Mal umgeworfen. Im Teamchat schreibt Svenja nur: „April, April, der macht, was er will.“

Häufige Fragen

Hat „April, April“ etwas mit dem Aprilscherz zu tun?

Nur entfernt. „April, April!“ ruft man auch, wenn jemand am 1. April auf einen Scherz hereingefallen ist. Die Wetterregel nutzt dieselbe Verdopplung, meint aber das launische Wetter im ganzen Monat.

Stimmt die Bauernregel?

Ja, sie gehört zu den zuverlässigsten. Wechselhaftes Schauerwetter ist im April in Mitteleuropa die Regel, nicht die Ausnahme.

Ist „April, April, der macht, was er will“ ein Sprichwort?

Genau genommen ist es eine Bauern- oder Wetterregel. Übertragen benutzt man sie aber wie ein Sprichwort für alles Launische und Unberechenbare.

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