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Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee

Kurz gesagt

Ist es an Lichtmess, dem 2. Februar, so mild, dass die Wiesen grünen, soll es zu Ostern noch einmal schneien.

Was bedeutet „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“?

Die Regel „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“ verrechnet zwei Feste miteinander: Steht der Klee an Lichtmess schon grün auf den Wiesen, ist der Winter also früh zu mild, soll er sich zu Ostern zurückmelden. Der Klee steht für frühes Wachstum, so wie das Gras in anderen Winterregeln. Man sagt den Spruch, wenn Anfang Februar Frühlingsluft weht und die ersten Krokusse blühen, als Warnung vor zu früher Freude und manchmal als Begründung, die Winterjacke noch nicht wegzuräumen.

Belegen lässt sich der Zusammenhang nicht. Ostern ist ein beweglicher Feiertag zwischen dem 22. März und dem 25. April. Ob es an Ostern schneit, hängt deshalb schon stark davon ab, ob das Fest früh oder spät im Frühjahr liegt. Eine statistische Prüfung genau dieser Regel ist nicht bekannt, und für verwandte Regeln, die von einem warmen Februar auf ein kaltes Osterfest schließen, ließ sich nach Angaben von Wetterportalen kein Zusammenhang nachweisen. Dass auf milde Tage Anfang Februar noch Kälte folgt, ist dagegen häufig: Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes gibt es Mitte Februar oft noch einmal eine kalte Phase. Vor der Kalenderreform von 1582 lag Lichtmess auf dem heutigen 12. Februar.

Woher kommt „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“?

Lichtmess, kirchlich heute „Darstellung des Herrn“, wird am 2. Februar gefeiert, 40 Tage nach Weihnachten. Es war einer der wichtigsten Lostage des Bauernjahres, entsprechend viele Wetterregeln knüpfen an ihn an. Wander verzeichnet 1873 unter dem Stichwort „Lichtmess“ weit über hundert Sprüche, darunter „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“ mit Verweis auf Karl Simrocks Sammlung „Die deutschen Sprichwörter“ von 1846 und weitere Quellen.

Die Regel gehört zu einer Familie von Sprüchen, die ein mildes Fest gegen ein späteres, winterliches aufrechnen, etwa „Grüne Weihnachten, weiße Ostern“ oder „Weihnachten im Klee, Ostern im Schnee“. Wander kennt auch die Umkehrung „Lichtmess im Schnee, Palmtag im Klee“. Wann und wo die Regel entstand, ist nicht belegt.

Beispiele aus dem Alltag

  • Am 2. Februar sitzt Familie Wagner bei 14 Grad auf der Terrasse. Oma Hilde bleibt drinnen und sagt: „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee. Die Ostereier suchen wir dieses Jahr im Wohnzimmer.“

  • Im Kleingartenverein blühen Anfang Februar schon die Krokusse. „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“, warnt der Vorsitzende und lässt das Vlies für die Beete noch im Schuppen liegen.

  • Kevin postet ein Foto vom Joggen im T-Shirt. Seine Freundin kommentiert: „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee. Pack die Mütze nicht zu weit weg.“

Häufige Fragen

Stimmt die Bauernregel „Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee“?

Ein Zusammenhang zwischen dem Wetter an Lichtmess und an Ostern ist nicht nachgewiesen. Ob es an Ostern schneit, hängt vor allem davon ab, ob das Fest Ende März oder Ende April liegt.

Was bedeutet „im Klee“?

„Im Klee“ heißt, dass die Wiesen schon grün sind und die Pflanzen wachsen. Gemeint ist ein ungewöhnlich milder Lichtmesstag.

Wann ist Lichtmess?

Lichtmess ist am 2. Februar, 40 Tage nach Weihnachten. Kirchlich heißt das Fest heute Darstellung des Herrn.

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