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Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen

Kurz gesagt

Ist es im Februar so mild, dass Mücken tanzen, soll der März umso kälter werden.

Monat
Februar
Auch gesagt
Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März den Ofen wärmen
Wenn im Februar die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen

Was bedeutet „Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen“?

Die Regel „Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen“ warnt vor einem zu milden Februar. „Hornung“ ist der alte deutsche Name des Februars. Tanzen schon Mückenschwärme in der Luft, soll der Winter im März zurückkommen, und dann braucht man wieder Mütze und Ohrenschützer. Wie viele Winterregeln traut auch diese dem frühen Frühling nicht. Man zitiert sie, wenn ein paar warme Februartage Gärtner auf die Beete und Ausflügler in die Biergärten locken.

Die Mücken im Februar gibt es wirklich. Meist sind es Wintermücken, eine Familie von Zweiflüglern, die schon knapp über null Grad aktiv ist. Ihre Männchen bilden an sonnigen Wintertagen Tanzschwärme. Ein Zeichen für ungewöhnliche Wärme sind sie also nicht unbedingt, eher für einen ruhigen, sonnigen Tag. Ob auf einen milden Februar ein kalter März folgt, hat für genau diese Regel bisher niemand ausgewertet. Für die verwandte Regel „Wenn’s der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht“ ließ sich ein solcher Zusammenhang nach Angaben von Wetterportalen statistisch nicht nachweisen. Kälterückfälle im März sind trotzdem häufig, sie brauchen nur keinen milden Februar als Vorboten.

Woher kommt „Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen“?

Wander führt die Regel 1870 unter dem Stichwort „Hornung“ in der Form „Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März den Ofen (die Ohren) wärmen“ und nennt als Quellen unter anderem Karl Simrocks Sammlung „Die deutschen Sprichwörter“ von 1846. Schon damals gab es also zwei Fassungen, eine mit dem warmen Ofen in der Stube und eine mit den kalten Ohren.

Der Monatsname Hornung ist alt. Einhard nennt ihn im 9. Jahrhundert unter den deutschen Monatsnamen, die Karl der Große festlegen ließ, und in Bauernregeln hat er sich bis heute gehalten, etwa in „Wenn’s der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost bei Nacht“. Daneben steht bei Wander ein ähnlicher Mückenspruch: „Wenn im Hornung die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.“ Wo die Regel zuerst aufkam, ist nicht belegt.

Beispiele aus dem Alltag

  • Mitte Februar sitzt Jonas mit seinem Kaffee auf dem Balkon, über dem Hof tanzt ein Mückenschwarm. Seine Mitbewohnerin aus dem Allgäu kommentiert: „Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen.“

  • Beim Spaziergang am See zeigt Opa Willi auf die tanzenden Mücken. „Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen“, sagt er und rückt seiner Enkelin die Mütze zurecht.

  • Im Gartenforum fragt jemand, ob er bei 15 Grad schon Salat pflanzen soll. Die erste Antwort lautet: „Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muss man im März die Ohren wärmen. Ich würde warten.“

Häufige Fragen

Stimmt die Bauernregel mit den Mücken im Februar?

Eine Auswertung genau dieser Regel ist nicht bekannt. Für die verwandte Regel, nach der ein milder Februar Frost im Frühling bringt, ließ sich statistisch kein Zusammenhang nachweisen.

Was ist der Hornung?

Hornung ist der alte deutsche Name für den Februar. Er ist seit dem Mittelalter belegt und lebt vor allem in Bauernregeln weiter.

Welche Mücken fliegen im Februar?

Im Februar sieht man vor allem Wintermücken. Sie sind schon knapp über null Grad aktiv, und ihre Männchen bilden an sonnigen Wintertagen Tanzschwärme.

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