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Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist

Kurz gesagt

Ein Scherzspruch über Bauernregeln: Kräht der Hahn, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist. Die Vorhersage stimmt also immer.

Auch gesagt
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist

Was bedeutet „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist“?

Der Spruch klingt wie eine echte Bauernregel, sagt aber nichts voraus: Entweder ändert sich das Wetter, oder es ändert sich nicht. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht, die Regel ist also immer richtig und gerade deshalb wertlos. Man zitiert sie, um sich über unsichere Wettervorhersagen lustig zu machen, über Wetter-Apps, die stündlich etwas anderes melden, oder über Prognosen aller Art, die sich nach allen Seiten absichern.

Der Spruch ist gutmütiger Spott, kein Angriff. Man hört ihn am Stammtisch, in Wetterberichten zur Auflockerung und in Bauernregel-Kalendern als Schmunzelseite. Übertragen passt er auf jede Aussage, die so vage ist, dass sie nicht falsch sein kann, etwa ein Horoskop („In dieser Woche könnte sich etwas ändern“) oder eine Börsenprognose. Zum Witz gehört auch der Hahn auf dem Misthaufen: das Urbild des Bauernhofs, und ein Tier, das ohnehin ständig kräht.

Woher kommt „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist“?

Der Spruch ist eine Parodie auf Bauernregeln in ihrer typischen Reimform. Wer ihn erfunden hat und wann, ist nicht bekannt. Ein früher Beleg ist ein Beitrag von Peter Herber im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler von 1957 mit dem Titel „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist“. Herber nennt die Zeile „eine alte Bauernregel; allerdings eine verbalhornisierte“ und liest aus ihr, mit derbem Humor ausgedrückt, „ein verstecktes Mißtrauen gegen alle Mutmaßungen und Vorhersagen des Wetterablaufes“.

Ob es eine ernst gemeinte Vorlage gab, lässt sich nicht sicher sagen. Tiere galten in vielen echten Regeln als Wetterboten, etwa Schwalben, Frösche oder Ameisen, und auch dem Hahn traute man solche Fähigkeiten zu. Heute gehört der Spruch zu den Scherz-Bauernregeln, die Kabarettisten und Radiomoderatoren gern weiterdichten, und er ist eine der bekanntesten von ihnen.

Beispiele aus dem Alltag

  • Die Wetter-App meldet für Samstag erst Regen, dann Sonne, dann wieder Regen. Tim zeigt seiner Freundin das Handy: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.“

  • Beim Frühschoppen fragt jemand den Ortsvorsteher, wie das Wetter zum Dorffest wird. Er hebt die Schultern: „Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist.“

  • Der Finanzberater erklärt, die Kurse könnten steigen oder fallen. Leonie flüstert ihrem Mann zu: „Kräht der Hahn auf dem Mist …“

Häufige Fragen

Ist „Kräht der Hahn auf dem Mist“ eine echte Bauernregel?

Nein, der Spruch ist eine Parodie auf Bauernregeln. Er ahmt ihren Reim nach, sagt aber nichts voraus, weil das Wetter sich immer entweder ändert oder gleich bleibt.

Heißt es „Kräht der Hahn“ oder „Wenn der Hahn kräht“?

Beide Fassungen sind verbreitet. Der früheste bekannte Beleg, ein Beitrag im Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler von 1957, beginnt mit „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist“.

Was ist eine Scherz-Bauernregel?

Scherz-Bauernregeln sind erfundene Sprüche im Stil echter Bauernregeln. Sie sind unsinnig, selbstverständlich oder doppeldeutig und dienen nur der Unterhaltung.

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