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Ich kam, sah und siegte

Kurz gesagt

Ein Erfolg kam so schnell und mühelos, dass kaum Zeit zwischen Ankunft und Sieg lag.

Auf Englisch
I came, I saw, I conquered
Auch gesagt
Ich kam, ich sah, ich siegte
Veni, vidi, vici

Was bedeutet „Ich kam, sah und siegte“?

„Ich kam, sah und siegte“ heißt: Man hat etwas im Handumdrehen gewonnen, kaum angekommen und schon erfolgreich. Der Satz übersetzt Caesars „Veni, vidi, vici“ und steht für einen schnellen, überlegenen Sieg. Man sagt ihn nach einem Turniersieg beim ersten Versuch, nach einem Vorstellungsgespräch, auf das sofort die Zusage folgt, oder wenn eine neue Kollegin in ihrer ersten Woche den größten Kunden gewinnt.

Der Ton ist bildungssprachlich und meist augenzwinkernd. Über sich selbst gesagt, ist der Satz eine selbstbewusste, halb ironische Prahlerei; über andere gesagt, kann er Bewunderung ausdrücken oder Spott, wenn jemand allzu siegessicher auftritt. Gemeint ist immer ein Erfolg ohne lange Mühe, nicht ein hart erkämpfter. Häufig hört man auch die Form „Ich kam, ich sah, ich siegte“, die den Dreischritt des Lateinischen genauer nachbildet. Wer es besonders gelehrt mag, sagt gleich „Veni, vidi, vici“.

Woher kommt „Ich kam, sah und siegte“?

Gaius Julius Caesar meldete mit diesen drei Worten seinen Sieg über König Pharnakes II. von Pontos bei Zela im Jahr 47 v. Chr., nach Büchmann am 2. August. Plutarch berichtet in seiner Caesar-Biographie (Kapitel 50), Caesar habe einem Freund in Rom, bei Plutarch Amantius genannt, die Schnelligkeit der Schlacht in drei Worten geschildert. Er hebt hervor, dass die Wörter im Lateinischen gleich enden und dadurch besonders knapp wirken.

Sueton schreibt (Divus Iulius 37), bei Caesars pontischem Triumphzug sei eine Tafel mit der Inschrift „VENI VIDI VICI“ mitgetragen worden. Sie habe nicht wie sonst die Ereignisse des Krieges aufgezählt, sondern angezeigt, wie rasch er beendet war. Im Deutschen ist der Satz als „Ich kam, sah und siegte“ und als „Ich kam, ich sah, ich siegte“ geläufig. Das DWDS führt ihn unter der lateinischen Form und umschreibt ihn mit ‚das war ein überaus rascher Erfolg‘.

Beispiele aus dem Alltag

  • Lukas ist zum ersten Mal beim Kneipenquiz dabei und gewinnt allein die Musikrunde. „Ich kam, sah und siegte“, verkündet er und lässt sich feiern.

  • Die neue Vertriebsleiterin hat in ihrer ersten Woche den größten Auftrag des Jahres an Land gezogen. Im Teamchat schreibt jemand nur: „Veni, vidi, vici.“

  • Nach dem 6:0 im Pokal gegen einen Kreisligisten postet der Stürmer: „Ich kam, ich sah, ich siegte.“ In den Kommentaren erinnert man ihn daran, dass beim Gegner Hobbyfußballer spielten.

Häufige Fragen

Wer hat „Ich kam, sah und siegte“ gesagt?

Gaius Julius Caesar, nach seinem schnellen Sieg über Pharnakes II. bei Zela im Jahr 47 v. Chr. Plutarch überliefert, dass er die Worte in einem Brief nach Rom schrieb. Lateinisch lauten sie „Veni, vidi, vici“.

Heißt es „Ich kam, sah und siegte“ oder „Ich kam, ich sah, ich siegte“?

Beide Formen sind geläufig. „Ich kam, ich sah, ich siegte“ bildet die drei lateinischen Verben genauer ab, „Ich kam, sah und siegte“ ist die glattere deutsche Fassung, die etwa Wiktionary als Übersetzung angibt.

Was bedeutet „Veni, vidi, vici“ wörtlich?

„Veni“ heißt ‚ich kam‘, „vidi“ ‚ich sah‘ und „vici“ ‚ich siegte‘, von „vincere“, siegen. Die drei Wörter beginnen und enden gleich, das macht den Satz so einprägsam.

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