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Heureka

Kurz gesagt

Freudiger Ausruf, wenn man nach langem Suchen eine Lösung oder Idee gefunden hat; griechisch für „Ich habe es gefunden!“, nach Archimedes.

Auf Englisch
Eureka!

Was bedeutet „Heureka“?

„Heureka!“ ist ein Ausruf der Freude über eine plötzliche Erkenntnis und heißt wörtlich „Ich habe es gefunden!“. Man ruft ihn, wenn nach langem Grübeln der Groschen fällt: wenn die Rechenaufgabe endlich aufgeht, der Fehler im Programm entdeckt ist oder der verlegte Schlüssel doch in der Jackentasche steckt. Der Duden ordnet das Wort der Bildungssprache zu, und so klingt es auch: ein wenig gelehrt und meist mit einem Schmunzeln gesagt, weil man die eigene kleine Entdeckung bewusst zur großen erhebt.

Daneben steht „Heureka“ allgemein für den Moment plötzlicher Einsicht, ähnlich wie das Aha-Erlebnis. Carl Friedrich Gauß notierte 1796 in seinem Tagebuch „ΕΥΡΗΚΑ!“, als ihm ein Beweis über Dreieckszahlen gelungen war. Die deutsche Schreibung mit H gibt die altgriechische Aussprache mit gehauchtem Anlaut wieder; im Englischen heißt der Ausruf „Eureka!“ und ist das Staatsmotto Kaliforniens.

Woher kommt „Heureka“?

Die Geschichte erzählt der römische Architekt Vitruv im Vorwort zum neunten Buch seines Werks „De architectura“ aus dem späten 1. Jahrhundert v. Chr. König Hieron II. von Syrakus hatte eine goldene Krone als Weihegabe anfertigen lassen und erfuhr, dass der Goldschmied einen Teil des Goldes durch Silber ersetzt haben sollte. Archimedes sollte das prüfen, ohne die Krone zu beschädigen. Als er in eine Badewanne stieg, bemerkte er, dass so viel Wasser überlief, wie sein Körper Raum einnahm. Vor Freude sprang er heraus, lief nackt nach Hause und rief dabei immer wieder auf Griechisch „heureka, heureka“. Mit verdrängtem Wasser verglich er dann Krone, Gold und Silber und wies den Betrug nach.

„Heúrēka“ ist die erste Person des Perfekts von griechisch „heurískein“, finden. Ob sich die Szene so zugetragen hat, lässt sich nicht prüfen: Vitruv schrieb rund zwei Jahrhunderte nach dem Tod des Archimedes (212 v. Chr.), auch Plutarch erwähnt die Anekdote. Ins Deutsche kam der Ausruf nach Pfeifers „Etymologischem Wörterbuch“ im 17. Jahrhundert; Büchmanns „Geflügelte Worte“ führen ihn 1898 im Kapitel „Geflügelte Worte aus der Geschichte“ unter „Hellas“.

Beispiele aus dem Alltag

  • Seit einer Stunde sucht Leonie den Fehler in ihrer Tabellenformel. Plötzlich reißt sie die Arme hoch: „Heureka! Da fehlt ein Dollarzeichen.“

  • Opa Werner wühlt im Werkzeugkasten nach dem passenden Schlüssel und hält ihn schließlich triumphierend hoch: „Heureka!“

  • Im Physikunterricht lässt Herr Nowak einen Stein in einen randvollen Messbecher sinken. „Stellt euch Archimedes in der Badewanne vor“, sagt er, „und dann: Heureka!“

Häufige Fragen

Wer hat „Heureka“ gerufen?

Nach der Überlieferung der griechische Mathematiker Archimedes von Syrakus. Der römische Architekt Vitruv erzählt, er habe „Heureka“ gerufen, als er im Bad entdeckte, wie man mit verdrängtem Wasser den Goldgehalt einer Krone prüfen kann.

Was bedeutet „Heureka“ wörtlich?

„Heureka“ ist griechisch und bedeutet „Ich habe es gefunden“. Es gehört zum Verb „heurískein“, finden, von dem auch das Wort „Heuristik“ abgeleitet ist.

Heißt es „Heureka“ oder „Eureka“?

Im Deutschen schreibt man „Heureka“ mit H, weil das griechische Wort mit gehauchtem Anlaut gesprochen wurde. Im Englischen ist „Eureka“ üblich, so lautet etwa das Motto des US-Bundesstaats Kalifornien.

Ist die Geschichte von Archimedes in der Badewanne wahr?

Das ist nicht sicher. Die Anekdote zu „Heureka“ steht bei Vitruv, der rund zwei Jahrhunderte nach Archimedes schrieb, und lässt sich nicht überprüfen.

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