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Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt guten Wein

Kurz gesagt

Scheint am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, die Sonne, soll es einen guten Weinjahrgang geben.

Auch gesagt
Mariä Himmelfahrt im Sonnenschein, bringt viel und guten Wein
Mariä Himmelfahrt klarer Sonnenschein bringt meistens viel und guten Wein
Mariens Himmelfahrt klaren Sonnenschein bringt gewöhnlich guten Wein

Was bedeutet „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt guten Wein“?

Die Regel sagt: Sonnenschein an Mariä Himmelfahrt, dem 15. August, bringt guten Wein. Sie stammt aus den Weinbaugegenden und bezieht sich auf die Wochen, in denen die Trauben zu reifen beginnen und Zucker einlagern. Sonne Mitte August ist für Winzer ein gutes Zeichen, Regen und kühles Wetter wären ein schlechtes. Zum selben Tag gibt es auch Prognosen für den ganzen Herbst, etwa „Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag“. Mariä Himmelfahrt ist in katholischen Gegenden ein hohes Fest, an dem Kräuterbüschel gesegnet werden, und die Regel gehört in diesen Festkalender.

Ein einzelner Sonnentag macht keinen Jahrgang. Bezieht man die Regel auf die Wetterlage, ist sie aber nicht abwegig, denn für die Weinqualität zählt vor allem, wie viel Sonne und Wärme die Trauben zwischen August und Lese bekommen. Das Wetterportal wetter.de berichtet, ohne die Untersuchung zu nennen, dass überdurchschnittlich sonniges Wetter Mitte August in drei von vier Jahren bis zum Monatsende anhält. Bei trübem Wetter bleibe es mit 60 Prozent Wahrscheinlichkeit auch in den nächsten zwei Wochen eher wolkig. Ob der Jahrgang gut wird, entscheiden danach aber noch September und Oktober. Falls die Regel älter ist als die Kalenderreform von 1582, meinte sie nach heutigem Kalender den 25. August.

Woher kommt „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt guten Wein“?

Das Fest heißt offiziell Mariä Aufnahme in den Himmel und feiert am 15. August, dass Maria nach katholischer Lehre mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. In vielen Gegenden werden an diesem Tag Kräuterbüschel gesegnet. Im Saarland und in überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns ist der Tag gesetzlicher Feiertag, ebenso in Österreich.

Joachim Christian Blum verzeichnet in seinem Deutschen Sprichwörterbuch vom Ende des 18. Jahrhunderts die Regel „Mariens Himmelfahrt klaren Sonnenschein bringt gewöhnlich guten Wein“. Wander übernimmt sie 1873 im Deutschen Sprichwörter-Lexikon, zusammen mit der kürzeren Fassung „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt guten Wein“. Aus Österreich führt er „Himmelfahrt Mariä Sonnenschein bringt guten Wein“ an. Wie alt die Regel ist, ist nicht belegt.

Beispiele aus dem Alltag

  • Am 15. August trägt Oma Hilde ihren Kräuterbuschen aus der Kirche, die Sonne brennt. Sie nickt zu den Rebstöcken hinüber: „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt guten Wein.“

  • In der Weinhandlung in Würzburg fragt eine Kundin nach dem neuen Jahrgang. Der Händler zwinkert: „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt guten Wein. Und am 15. August war es wolkenlos.“

  • Stefan sitzt am Feiertag mit Freunden im Biergarten am Starnberger See. Sein Kumpel hebt das Glas: „Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt guten Wein. Für heute nehmen wir trotzdem Bier.“

Häufige Fragen

Wann ist Mariä Himmelfahrt?

Mariä Himmelfahrt ist am 15. August. Das katholische Hochfest heißt offiziell Mariä Aufnahme in den Himmel und ist im Saarland und in vielen Gemeinden Bayerns gesetzlicher Feiertag.

Stimmt die Bauernregel zu Mariä Himmelfahrt?

Für einen einzelnen Tag nicht, als Hinweis auf die Wetterlage eher. Sonne und Wärme ab Mitte August sind für die Reife der Trauben wichtig, und sonniges Wetter Mitte August hält sich nach Angaben von wetter.de oft bis zum Monatsende.

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