"Einmal ist keinmal"

199 mal gelesen30.9.2025

Bedeutung

Diese Redensart betont, dass ein einzelnes Ereignis kaum Gewicht hat. Erst wiederholte Handlungen, regelmäßiges Übung oder mehrere Versuche führen zu verlässlichen Ergebnissen und echten Erfahrungen. Ein einmaliger Ausrutscher oder Erfolg ist daher kein verlässlicher Maßstab.

Verwendungsbeispiele

Du warst nur einmal im Fitnessstudio – einmal ist keinmal! Nur durch regelmäßiges Training stellst du Fortschritte fest. Beim Programmieren reicht ein erfolgreicher Test nicht aus; man muss den Code mehrfach ausführen, um sicher zu sein – einmal ist keinmal. Ein einmaliger Fehler sollte nicht überbewertet werden; erst wenn er sich wiederholt, wird er zum Problem – einmal ist keinmal.

Historischer Kontext

Die Redewendung geht auf den lateinischen Rechtsgrundsatz „Unus actus nullus actus“ zurück, wonach ein einzelner Akt noch keinen rechtsgültigen Brauch begründet. In der mittelalterlichen Rechtsprechung wurden Verhaltensmuster erst durch mehrfache Begehung anerkannt. Aus diesem juristischen Hintergrund entwickelte sich die allgemeine Lebensweisheit, dass es Beständigkeit und Erfahrung braucht, um etwas zu bewerten.