Bedeutung
Das Sprichwort warnt davor, dass Überheblichkeit und Selbstüberschätzung unweigerlich zu Misserfolg oder Bloßstellung führen. Es betont, wie wichtig Bescheidenheit und realistische Selbsteinschätzung sind, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Verwendungsbeispiele
Ein Bewerber verhält sich im Vorstellungsgespräch überheblich und verspricht unrealistische Erfolge; später erhält er eine Absage, worauf der Personaler innerlich denkt: ‚Hochmut kommt vor dem Fall.‘ Ein start-up-Gründer ignoriert Expertenratschläge, investiert unbedacht und erlebt anschließend einen finanziellen Rückschlag, worauf sein Geschäftspartner ihm das Sprichwort vorhält. Ein Fußballer protzt nach einem Tor mit lautem Jubel, verpasst im nächsten Spiel eine einfache Chance und erntet vom Trainer den tadelnden Kommentar: ‚Hochmut kommt vor dem Fall.‘
Historischer Kontext
Das Sprichwort geht auf das biblische Buch der Sprichwörter (16,18) zurück und wurde in der Lutherübersetzung populär. In der deutschsprachigen Kultur etablierte es sich im 16. und 17. Jahrhundert als moralische Warnung vor Überheblichkeit. Es spiegelt mittelalterliche und frühneuzeitliche Wertvorstellungen wider, in denen Bescheidenheit als Tugend galt.
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