# Zum Teufel noch mal

> Umgangssprachlicher Ausruf von Ärger und Ungeduld; in Fragen verstärkt „zum Teufel“ die Ungeduld, etwa „Wo, zum Teufel, ist mein Schlüssel?“.

Ausruf über Reden und Schweigen, Streit und Konflikt. Quelle: https://deutschesprichwoerter.de/zum-teufel-noch-mal

## Was bedeutet „Zum Teufel noch mal“?

„Zum Teufel noch mal!“ stößt man aus, wenn einen etwas wütend macht oder die Geduld am Ende ist. Das DWDS beschreibt „zum Teufel“ als emotionalen, umgangssprachlichen Ausdruck von Ärger und Unmut, der Duden verzeichnet „zum Teufel!“ als umgangssprachlichen Ausruf. Das angehängte „noch mal“ verstärkt ihn, wie in „verflixt noch mal“ oder „zum Donnerwetter noch einmal“. In Fragen dient die Wendung zur Verstärkung: „Wer, zum Teufel, hat den Kühlschrank offen gelassen?“ Dann klingt sie eher ungeduldig als wütend.

Der Ausruf ist kräftiger als „Zum Kuckuck!“, aber noch kein grobes Schimpfwort. Vor Kindern oder im Kundengespräch wirkt er derb, unter Freunden ist er gewöhnlich. Meist richtet er sich gegen eine Lage, nicht gegen eine Person. Wendet man ihn gegen jemanden, etwa mit „Scher dich zum Teufel!“ oder „Zum Teufel mit dir!“, wird er zur Verwünschung und kann ernsthaft kränken. Das DWDS kennzeichnet „zum Teufel mit jemandem“ entsprechend als abwertenden Ausdruck von Wut und starker Abneigung.

## Woher kommt „Zum Teufel noch mal“?

Der Ausruf ist die Kurzform einer Verwünschung. Wer jemanden „zum Teufel“ schickte, wünschte ihn in die Hölle; Wendungen wie „jemanden zum Teufel wünschen“, „zum Teufel jagen“ oder „sich zum Teufel scheren“ verzeichnet der Duden bis heute. Im bloßen Ausruf ist das Ziel der Verwünschung verloren gegangen: Man schickt niemanden mehr fort, sondern macht seinem Ärger Luft.

Das Wort „Teufel“ selbst stammt aus dem Griechischen. Nach Wolfgang Pfeifers Etymologischem Wörterbuch geht es über das kirchenlateinische „diabolus“ auf griechisch „diábolos“ zurück, eigentlich „Verleumder“. Weil Flüche mit dem Teufel als anstößig galten, entstanden Hüllformen wie „Deixel“ und „Deibel“, die Pfeifer seit dem 17. Jahrhundert belegt, und auch der Kuckuck musste als Ersatz herhalten. Wann „zum Teufel noch mal“ als feste Formel aufkam, ist nicht belegt.

## Beispiele

- Seit einer Stunde sucht Kerstin ihren Reisepass, morgen früh geht der Flug. „Wo ist das Ding, zum Teufel noch mal?“
- Der Trainer sieht, wie seine Abwehr zum dritten Mal den Ball vertändelt. „Zum Teufel noch mal, redet miteinander!“
- „Zum Teufel noch mal, wer stellt hier immer die leere Milchpackung zurück in den Kühlschrank?“, ruft Jan durch die WG.

## Auch gesagt

- Zum Teufel noch einmal
- Zum Teufel

## Auf Englisch

- Damn it!
- What the devil …?

## Ähnliche Sprichwörter

- [Zum Kuckuck](https://deutschesprichwoerter.de/zum-kuckuck)
- [Verflixt und zugenäht](https://deutschesprichwoerter.de/verflixt-und-zugenaeht)
- [Himmel, Arsch und Zwirn](https://deutschesprichwoerter.de/himmel-arsch-und-zwirn)
- [Herrschaftszeiten](https://deutschesprichwoerter.de/herrschaftszeiten)

## Häufige Fragen

### Ist „Zum Teufel noch mal“ ein Fluch?

„Zum Teufel noch mal“ ist ein mittelstarker Fluch, der Ärger ausdrückt, ohne jemanden zu beleidigen. Harmloser klingt „Zum Kuckuck noch mal“, in dem der Kuckuck den Teufel ersetzt.

### Was bedeutet „zum Teufel“ in einer Frage?

In Fragen wie „Was zum Teufel ist hier los?“ verstärkt die Wendung die Ungeduld oder Verwunderung, so beschreibt es das DWDS. Im Englischen entspricht dem „what the hell“ oder „what the devil“.

### Was sind „Deibel“ und „Deixel“?

„Deibel“ und „Deixel“ sind nach Wolfgang Pfeifers Etymologischem Wörterbuch Verhüllungen des Wortes „Teufel“, belegt seit dem 17. Jahrhundert. Man verdrehte das Wort absichtlich, um den Fluch zu entschärfen.

## Quellen

- [DWDS: zum Teufel](https://www.dwds.de/wb/zum%20Teufel)
- [Duden: Teufel](https://www.duden.de/rechtschreibung/Teufel)
- [DWDS: Teufel (mit Pfeifers Etymologischem Wörterbuch)](https://www.dwds.de/wb/Teufel)

Stand: 11. Oktober 2026
