# Was mich nicht umbringt, macht mich stärker

> Schwere Erfahrungen, die man übersteht, machen widerstandsfähiger und stärker.

Zitat über Not und Krise, Mut und Risiko, Lernen und Erfahrung. Quelle: https://deutschesprichwoerter.de/was-mich-nicht-umbringt-macht-mich-staerker

## Was bedeutet „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“?

„Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ heißt: Krisen, Niederlagen und Leid, die man übersteht, härten ab und machen widerstandsfähiger. Man sagt den Satz nach einer Trennung, einer Kündigung, einer schweren Krankheit oder einem verlorenen Finale, oft trotzig, um sich selbst Mut zu machen. Im Sport und in Ratgebern ist er ein beliebtes Motto, auf Englisch auch in der Popmusik, etwa in Kelly Clarksons Song „Stronger (What Doesn’t Kill You)“ von 2011.

Gegen andere gewendet kann der Satz herzlos klingen, als sei Leid ein Trainingsprogramm. Nicht jede Belastung macht stark; manche Erfahrungen hinterlassen dauerhafte Schäden, und wer gerade leidet, will selten hören, dass es ihm guttun wird. Über sich selbst gesagt, wirkt er dagegen kämpferisch und stolz. Das alltägliche „umbringen“ statt „töten“ gibt ihm einen trotzigen, fast derben Klang. Bei Nietzsche ist er kein Trostspruch für schwere Zeiten, sondern Ausdruck einer Haltung, die das Leben als Kampf versteht und Widerstände als Prüfung bejaht.

## Woher kommt „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“?

Der Satz stammt von Friedrich Nietzsche. In der „Götzen-Dämmerung oder Wie man mit dem Hammer philosophirt“, geschrieben 1888 und erschienen 1889, steht er als achter Spruch im Kapitel „Sprüche und Pfeile“. Er trägt die Überschrift „Aus der Kriegsschule des Lebens.“ und lautet: „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker.“ Die Überschrift wird beim Zitieren meist weggelassen, obwohl sie den Satz ausdrücklich ins Bild des Krieges stellt.

Nietzsche greift den Gedanken in „Ecce homo“ wieder auf, geschrieben 1888 und erst 1908 veröffentlicht. Im Kapitel „Warum ich so weise bin“ beschreibt er den „wohlgerathnen“ Menschen: Er errate Heilmittel gegen Schädigungen, „was ihn nicht umbringt, macht ihn stärker“. Schon dem Vorwort der „Götzen-Dämmerung“ stellt Nietzsche einen lateinischen Wahlspruch voran, dessen Herkunft er, wie er schreibt, „der gelehrten Neugierde“ vorenthält: „increscunt animi, virescit volnere virtus“, sinngemäß: Der Mut wächst, durch die Wunde erstarkt die Tugend. Der Vers wird dem römischen Dichter Furius Antias zugeschrieben.

## Beispiele

- Nach der Kündigung hat Aylin einen eigenen Laden eröffnet, der jetzt besser läuft als je zuvor. „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, sagt sie bei der Eröffnungsfeier.
- Nach dem 0:4 im Pokal steht Torwart Jonas vor den Mikrofonen. „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker. Am Samstag zeigen wir eine Reaktion.“
- Leon ist zum dritten Mal durch die Führerscheinprüfung gefallen. „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, sagt er tapfer, aber seine Schwester ist nicht sicher, ob er das selbst glaubt.

## Auf Englisch

- What doesn’t kill you makes you stronger

## Ähnliche Sprichwörter

- [Aus Schaden wird man klug](https://deutschesprichwoerter.de/aus-schaden-wird-man-klug)
- [Die Ohren steifhalten](https://deutschesprichwoerter.de/die-ohren-steifhalten)
- [Unkraut vergeht nicht](https://deutschesprichwoerter.de/unkraut-vergeht-nicht)

## Häufige Fragen

### Von wem stammt „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“?

Von Friedrich Nietzsche. Der Satz steht in der „Götzen-Dämmerung“ (1889), Kapitel „Sprüche und Pfeile“, Nummer 8, unter der Überschrift „Aus der Kriegsschule des Lebens“.

### Was meinte Nietzsche mit „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“?

Die Überschrift „Aus der Kriegsschule des Lebens“ zeigt: Nietzsche versteht das Leben als Kampf, in dem Widerstände den Starken prüfen und stählen. In „Ecce homo“ beschreibt er so den „wohlgerathnen“ Menschen, der selbst aus Schädigungen Nutzen zieht.

### Wie heißt „Was mich nicht umbringt, macht mich stärker“ auf Englisch?

„What doesn’t kill you makes you stronger“. Die Wendung ist im Englischen sehr verbreitet, unter anderem durch Kelly Clarksons Song „Stronger (What Doesn’t Kill You)“ von 2011.

## Quellen

- [Friedrich Nietzsche: Götzen-Dämmerung (1889), Sprüche und Pfeile 8](https://www.gutenberg.org/cache/epub/7203/pg7203-images.html)
- [Friedrich Nietzsche: Ecce homo, Warum ich so weise bin 2](https://www.gutenberg.org/cache/epub/7202/pg7202-images.html)
- [Wikipedia: Götzen-Dämmerung](https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tzen-D%C3%A4mmerung)
- [Wikipedia (englisch): What does not kill me makes me stronger](https://en.wikipedia.org/wiki/What_does_not_kill_me_makes_me_stronger)

Stand: 12. Oktober 2026
