# Mahlzeit

> Ein Gruß zur Mittagszeit, besonders unter Kolleginnen und Kollegen, verkürzt aus dem alten Tischwunsch „Gesegnete Mahlzeit!“.

Ausruf über Essen und Trinken, Arbeit und Fleiß. Quelle: https://deutschesprichwoerter.de/mahlzeit

## Was bedeutet „Mahlzeit“?

„Mahlzeit!“ ist ein Gruß, den man sich rund um die Mittagspause zuruft: im Flur, in der Kantine, am Kopierer. Duden beschreibt ihn als umgangssprachlichen Gruß in der Mittagszeit, besonders zwischen Arbeitskollegen. Man sagt ihn statt „Hallo“ oder „Guten Tag“, und er ist zugleich Begrüßung, Hinweis auf die Pause und ein Zeichen von Zugehörigkeit zum Betrieb. Das Gegenüber antwortet einfach mit „Mahlzeit!“, ob es gerade isst oder nicht.

Kaum ein Gruß ist so umstritten. Für die einen gehört er zum Arbeitsalltag wie die Kaffeemaschine, andere finden ihn plump oder sinnlos, weil er mit dem Gegenüber nichts zu tun hat. Am Tisch, vor oder nach dem Essen, ist „Mahlzeit!“ dagegen ein Wunsch ähnlich wie „Guten Appetit!“, in manchen Familien in der älteren Form „Gesegnete Mahlzeit!“. Ironisch gebraucht wird das Wort schließlich zum Seufzer über einen Schlamassel, wie in „Na dann prost Mahlzeit!“.

## Woher kommt „Mahlzeit“?

Das Wort „Mahlzeit“ bedeutete ursprünglich die festgesetzte Zeit eines Mahls; Duden führt es auf spätmittelhochdeutsch „mālzīt“ zurück. Der Gruß ist aus einem Tischsegen hervorgegangen. Pfeifer datiert die Wunschformel „gesegnete Mahlzeit!“ ins 18. Jahrhundert und erklärt sie aus „Gott segne die Mahlzeit“. In Johann Heinrich Voß’ Idylle „Luise“ heißt es: „meine kinder, ich wünsch euch eine gesegnete mahlzeit.“

Das Grimmsche Wörterbuch hält fest, dass man vor und nach dem Essen „gesegnete mahlzeit!“ oder „prosit die mahlzeit!“ wünschte, „gekürzt jetzt oft auch nur mahlzeit!“. Aus dem Wunsch am Tisch wurde mit der Zeit ein Gruß für die Essenszeit überhaupt, auch wenn man gar nicht zusammen isst. Wann und wo sich diese Verwendung unter Arbeitenden einbürgerte, ist nicht genau belegt.

## Beispiele

- Um halb eins trifft Herr Yilmaz seine Kollegin am Aufzug. „Mahlzeit!“ „Mahlzeit, gehst du auch in die Kantine?“
- Der Azubi Leon wundert sich in der ersten Woche, warum ihn mittags alle mit „Mahlzeit“ grüßen. Seine Ausbilderin lacht: „Gewöhn dich dran, das ist hier so.“
- Oma stellt den Braten auf den Tisch, faltet die Hände und sagt: „Gesegnete Mahlzeit!“

## Auch gesagt

- Gesegnete Mahlzeit!

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## Häufige Fragen

### Wann sagt man „Mahlzeit“?

Rund um die Mittagszeit, vor allem unter Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit. Der Gruß ersetzt dann „Hallo“ oder „Guten Tag“ und wird mit „Mahlzeit!“ erwidert.

### Ist „Mahlzeit“ als Gruß unhöflich?

Nein, aber manche finden ihn unpassend oder einfallslos. Wer unsicher ist, grüßt mit „Guten Tag“ und richtet sich danach, wie im eigenen Betrieb gegrüßt wird.

### Was antwortet man auf „Mahlzeit“?

Üblich ist ein einfaches „Mahlzeit!“ zurück. Das passt auch, wenn man selbst gerade nicht isst, denn der Gruß bezieht sich auf die Tageszeit.

## Quellen

- [Duden: Mahlzeit](https://www.duden.de/rechtschreibung/Mahlzeit)
- [DWDS: Mahlzeit](https://www.dwds.de/wb/Mahlzeit)
- [Grimm: Deutsches Wörterbuch, Stichwort ‚mahlzeit‘](https://www.dwds.de/wb/dwb/mahlzeit)

Stand: 11. Oktober 2026
