# Glück und Glas, wie leicht bricht das

> Glück ist zerbrechlich wie Glas und kann von einem Moment auf den anderen vorbei sein.

Sprichwort über Glück und Pech. Quelle: https://deutschesprichwoerter.de/glueck-und-glas-wie-leicht-bricht-das

## Was bedeutet „Glück und Glas, wie leicht bricht das“?

„Glück und Glas, wie leicht bricht das“ erinnert daran, dass ein glücklicher Zustand nie sicher ist. Gesundheit, eine Beziehung, ein guter Job oder ein Sieg im Verein können durch einen einzigen Zwischenfall zerbrechen, so wie ein Glas, das vom Tisch fällt. Man sagt das Sprichwort warnend zu jemandem, der sich zu sicher fühlt, oder nachdenklich, wenn plötzlich etwas schiefgegangen ist. Der Ton ist eher ernst, im Alltag manchmal auch halb scherzhaft, wenn tatsächlich ein Glas zu Bruch geht.

Der Satz ist keine Aufforderung zur Schwarzseherei. Er lädt dazu ein, Glück nicht für selbstverständlich zu halten und behutsam damit umzugehen. Wer ihn gegenüber jemandem sagt, der gerade frisch verliebt ist oder befördert wurde, wirkt allerdings schnell wie ein Spielverderber. Bemerkenswert ist der Gegensatz zum Volksbrauch beim Polterabend, wo zerbrochenes Porzellan gerade Glück bringen soll. Das Sprichwort meint das Gegenteil: Nicht die Scherben sind das Glück, sondern das Glück kann selbst zu Scherben werden.

## Woher kommt „Glück und Glas, wie leicht bricht das“?

Das Bild ist schon in der Antike belegt. Der römische Spruchdichter Publilius Syrus schrieb im 1. Jahrhundert vor Christus: „Fortuna vitrea est: tum cum splendet frangitur“, das Glück ist aus Glas, gerade wenn es glänzt, zerbricht es.

Im Deutschen gab es mehrere Fassungen. Wander verzeichnet im „Deutschen Sprichwörter-Lexikon“ unter „Glück“ etwa „Glück, Lieb’ und Glas, wie bald bricht das!“, das niederdeutsche „Glück und Glas, wô bâle breket dat“ und die längere Form „Glück und Glas sind beyde einerley; geschieht daran ein Stoss, so sind sie beyd entzwey“. Unter „Mensch“ steht außerdem „Der Mensch, das Glück und Glas, wie bald zerbricht doch das“. Die heute übliche Kurzform mit dem Reim „Glas“ auf „das“ führt das DWDS unter dem Stichwort „Glas“ als feste Wendung. Wer sie zuerst so formuliert hat, ist nicht bekannt.

## Beispiele

- Beim Abwasch rutscht Felix das Weinglas aus der Hand. Seine Mitbewohnerin kommentiert trocken: „Glück und Glas, wie leicht bricht das.“
- Der Tabellenführer hat drei Spiele in Folge verloren. Im Vereinsheim seufzt der alte Platzwart: „Glück und Glas, wie leicht bricht das. Letzten Monat wollten alle schon den Aufstieg feiern.“
- Als Sophie erzählt, dass sie nach zwei Wochen Beziehung schon mit Tom zusammenziehen will, sagt ihre Schwester vorsichtig: „Freu dich, aber denk dran: Glück und Glas, wie leicht bricht das.“

## Auch gesagt

- Glück, Lieb’ und Glas, wie bald bricht das

## Ähnliche Sprichwörter

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## Häufige Fragen

### Wer hat „Glück und Glas, wie leicht bricht das“ gesagt?

Für die deutsche Reimform ist kein Urheber bekannt. Das Bild geht aber auf den römischen Dichter Publilius Syrus zurück, der schrieb: „Fortuna vitrea est: tum cum splendet frangitur“, das Glück ist aus Glas, gerade wenn es glänzt, zerbricht es.

### Passt „Glück und Glas, wie leicht bricht das“ zu einer Hochzeit?

Eher nicht als Glückwunsch, weil das Sprichwort vor der Zerbrechlichkeit des Glücks warnt. Wer es trotzdem verwendet, sollte es mit einem guten Wunsch verbinden, damit es nicht wie eine düstere Prophezeiung klingt.

### Heißt es „wie leicht bricht das“ oder „wie bald bricht das“?

Heute ist „wie leicht bricht das“ üblich und so im DWDS verzeichnet. In Wanders Sprichwörter-Lexikon steht die ältere Form „Glück, Lieb’ und Glas, wie bald bricht das!“, die neben dem Glück auch die Liebe nennt.

## Quellen

- [DWDS: Glas](https://www.dwds.de/wb/Glas)
- Wander: Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Stichwörter ‚Glück‘ und ‚Mensch‘
- [Publilius Syrus: Sententiae (The Latin Library)](https://www.thelatinlibrary.com/syrus.html)

Stand: 11. Oktober 2026
